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Jetzt knöpft sich die Fifa das Sommermärchen vor

Beckenbauer, Niersbach, Zwanziger – der Weltverband ermittelt gegen das gesamte OK der WM 2006.

Wehrt sich gegen «ehrverletzende Tatsachenbehauptungen»: Ex-DFB-Chef Theo Zwanziger.
Wehrt sich gegen «ehrverletzende Tatsachenbehauptungen»: Ex-DFB-Chef Theo Zwanziger.
EPA/Rainer Jensen, Keystone
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Mit seinen eigenen Ermittlungen hat der deutsche Fussballbund bekräftigt, dass er gewillt ist, die Korruptionsvorwürfe rund um die WM 2006 aufzudecken. Er hatte die renommierte Anwaltskanzlei Freshfields mit dem Fall beauftragt, deren Ergebnisse Anfang März bekannt wurden. Dabei wurde ein Stimmenkauf nicht ausgeschlossen und eine dubiose Zahlung von OK-Präsident Franz Beckenbauer nach Katar aufgedeckt.

Aufgrund der Freshfields-Recherchen wird nun auch die Fifa aktiv: Mit einer Pressemitteilung gab sie bekannt, gegen sämtliche OK-Mitglieder zu ermitteln. Konkret: Gegen Beckenbauer, gegen den früheren Generalsekretär Helmut Sandrock, den einstigen Vizepräsidenten Horst R. Schmidt, den ehemaligen Finanzchef Stefan Hans sowie die beiden früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach.

Das Aus für Exekutivmitglied Niersbach?

Geführt werde die Ermittlungen von Cornel Borbély persönlich, dem Chef der Fifa-Ethikkommission. Die Vorwürfe sind unterschiedlich. Gegen Sandrock und Niersbach wird wegen eines Verstosses gegen die Meldepflicht des Weltverbandes ermittelt. Es könnte eine mehr oder weniger lange Suspension für sämtliche Ämter im Fussball bedeuten. Und für Niersbach das Aus als Mitglied der Fifa-Exekutive.

Schlimmer könnte es Beckenbauer, Zwanziger, Schmidt und Hans erwischen, für die genauso die Unschuldsvermutung gilt wie für Sandrock und Niersbach. Dem Quartett wird der Verstoss gegen nicht weniger als sechs Artikel des Fifa-Ethikcodes vorgeworfen. Insbesondere Stimmenkauf und Korruption, also das Erschleichen der WM 2006. Im Zentrum steht ein dubioser TV-Deal mit dem langjährigen Fifa-Exekutivmitglied Jack Warner sowie die Millionenzahlung nach Katar.

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