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In Bern ist YB in der Europa League eine Macht

Zum vierten Mal seit 2010 bestreitet YB diese Saison die Europa-League-Gruppenphase. Ein Rückblick auf grosse Spiele, bittere Niederlagen und jede Menge Heimsiege.

Bedeutender Sieg: 2014 schlug YB im Stade de Suisse den italienischen Topklub Napoli 2:0.
Bedeutender Sieg: 2014 schlug YB im Stade de Suisse den italienischen Topklub Napoli 2:0.
Keystone

Die Champions League findet auch in dieser Saison ohne die Young Boys statt. Und doch hat sich YB in den letzten Jahren einen respektablen Namen in Fussballeuropa erarbeitet, was an den drei Europa-League-Teilnahmen seit 2010 liegt.

Auf Rang 77 ist YB im Uefa-Klubranking klassiert, weit hinter Basel (Rang 20), aber vor Klubs wie San Sebastian (80), Feyenoord (92), Leicester (98) oder Nizza (134).

2010: Heimstark

Im Zweijahres-Rhythmus haben sich die Young Boys seit 2010 für die Europa League qualifiziert.

Vor sechs Jahren, unter Trainer Vladimir Petkovic, starteten die Young Boys mit einer 0:3-Niederlage in Stuttgart in den Wettbewerb, steigerten sich gegen Getafe und Udinese aber und erreichten dank eines 4:2-Sieges gegen Stuttgart am 5. Spieltag im dichten Schneetreiben vorzeitig die Zwischenrunde – wo das Team unglücklich an Zenit St. Petersburg scheiterte (2:1, 1:3).

Drei teilweise spektakuläre Heimsiege (2:0 gegen Getafe, 4:2 gegen Odense, 4:2 gegen Stuttgart) und drei Niederlagen auswärts hatten fürs Weiterkommen gereicht.

2012: Spektakulär

Zwei Jahre später, nun unter Coach Martin Rueda, hatte YB deutlich grösseres Losglück als in diesem Jahr.

Das Stade de Suisse war im ersten Gruppenspiel der Europa League gegen Liverpool ausverkauft, die Gäste traten mit einer B-Auswahl an, lagen in einer spektakulären Begegnung nach einer Stunde 2:3 zurück, siegten aber noch 5:3.

Tolle Partie: 2012 verlor YB zu Hause gegen Liverpool 3:5. Hier erzielt Gonzalo Zarate mit einem Heber ein Traumtor. Bild: Andreas Blatter
Tolle Partie: 2012 verlor YB zu Hause gegen Liverpool 3:5. Hier erzielt Gonzalo Zarate mit einem Heber ein Traumtor. Bild: Andreas Blatter

Die Young Boys verloren auch das zweite Spiel beim damals sehr reichen Anschi Machatschkala mit Superstar Samuel Eto’o 0:2, besiegten danach aber zweimal den Serie-A-Klub Udinese (3:1 in Bern, 3:2 in Italien), ehe sie an der wunderbaren Anfield Road ein kleines Fussballmärchen schrieben und bei Liverpool ein 2:2 erreichten.

Aber trotz einer weiteren überzeugenden Leistung zu Hause gegen Anschi (3:1) schieden sie am Ende sehr knapp und bitter mit 10 Punkten aus. Liverpool und Anschi waren punktgleich, hatten in den Direktbegegnungen aber die bessere Punkteausbeute als YB.

2014: Souverän

Vor zwei Jahren schliesslich unter Trainer Uli Forte startete YB endlich mit einem Sieg in die Gruppenphase. Aussenseiter Slovan Bratislava wurde gleich mit 5:0 nach Hause geschickt.

Auch in dieser Kampagne agierten die Young Boys forsch und offensivstark – vor allem im Stade de Suisse. Selbst das grosse Napoli (2:0) sowie am letzten Spieltag Sparta Prag (2:0) wurden ohne Gegentor bezwungen.

In Neapel (0:3) und Prag (1:3) war YB zwar chancenlos, aber weil es zwischendurch zu einem sicheren 3:1-Sieg bei Bratislava reichte, realisierten die Young Boys den Aufstieg in die Zwischenrunde. Dort wurden ihnen von Everton die Grenzen deutlich aufgezeigt (1:4, 1:3).

Dennoch sind zwei Teilnahmen an den Europa-League-Sechzehntelfinals in den letzten sechs Jahren eine ordentliche Europacup-Bilanz von YB.

2016: Aussichtsreich

Und in dieser Saison? YB beginnt in einer wenig reizvollen Gruppe am Donnerstag gleich mit dem Heimspiel gegen Favorit Olympiakos Piräus. Die weiteren Kontrahenten sind unbequem – und nicht zu unterschätzen.

Der kasachische Topklub Astana nahm letztes Jahr an der Champions League teil und besitzt wie Apoel Nikosia einige starke Fussballer im Kader. Dennoch nehmen die Young Boys die Gruppe B aussichtsreich in Angriff. «Unser Ziel ist mindestens Rang 2», sagt Trainer Hütter.

Olympiakos Piräus, regelmässiger Gast in der Königsklasse, ist im Vereinsranking auf Platz 26 deutlich vor YB rangiert, doch Nikosia (95) und Astana (116) liegen hinter den Young Boys.

Und weil auf die Berner drei ziemlich mühsame, weite Reisen und ganz bestimmt ungemütliche Auswärtsspiele warten, sind sie auf ihre Europacup-Heimstärke angewiesen, wollen sie erneut im Wettbewerb überwintern. Erstmals am Donnerstagabend gegen Piräus.

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