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«Ich brauche noch Zeit»

Johan Vonlanthen wird gegen St. Gallen nach 45 Minuten ausgewechselt und muss sich harte Kritik gefallen lassen. Der neue GC-Stürmer zeigt Grösse und hält sich selber den Spiegel vor – das Interview im Video.

«Mein Einstand war nicht gut»: Johan Vonlanthen hält sich im Interview mit <%=misc::zitat%> selber den Spiegel vor.

Es war nicht sein Tag, und schon gar nicht sein Spiel. Die erste Halbzeit gegen St. Gallen ging an Johan Vonlanthen vorbei wie ein Schnellzug an einem Dorfbahnhof. «Mein Einstand war nicht gut, ich bin auch selbstkritisch», sagt Vonlanthen nach dem Spiel und geht mit sich hart ins Gericht. «Ich war kaum am Ball, ich hatte sehr wenig eigene Aktionen», findet Vonlanthen. Er war zwar kämpferisch konkurrenzfähig, hatte aber «ein, zwei leichte Ballverluste», wie er gegenüber Redaktion Tamedia zugibt.

Tatsächlich lief bei GC in der ersten Halbzeit praktisch jede Angriffsaktion über die rechte Seite, über Michael Lang und Izet Hajrovic. Der Flügelstürmer war in der Folge auch für alle Eckbälle verantwortlich, 6:0 hiess das Cornerverhältnis bis zur Pause – alle Bälle kamen über rechts.

Auf der linken Seite ersetzte Johan Vonlanthen den zu ZSKA Moskau transferierten Steven Zuber. Dass Vonlanthen bei seinem Comeback in der Super League die Rolle von Zuber nicht wunschgemäss ausfüllen konnte, musste sich auch Trainer Michael Skibbe eingestehen. «Es war eine Leistung mit Licht und Schatten, er war genauso bemüht wie alle anderen», sagte Skibbe diplomatisch.

Der GC-Trainer reagierte zur Pause und brachte Ngamukol für Vonlanthen. «Johan hat noch ein bisschen ein weiches Füsschen. Er hat mit seinen Fehlern den Gegner zu Kontern eingeladen. Er war nicht so passsicher, wie man das von einem Spieler mit seinen Qualitäten gewohnt ist.» Der Wechsel von Skibbe zeigte Wirkung. Anatole Ngamukol wirbelt als neue Sturmspitze, dahinter überzeugte Nassim Ben Khalifa mit viel Elan.

Schwung brachte auch Gashi, der nach über einer Stunde zum 1:0 traf, ehe Hajrovic per Freistoss dem Gastgeber mit dem 2:0 das Genick brach. Vonlanthen feierte trotz missglückter Premiere den Sieg mit den Teamkollegen in der GC-Kurve – ein wenig verhalten zwar, aber erleichtert über die ersten drei Punkte. «Ich bin froh, dass ich dabei war, ich brauche aber noch Zeit. Ich hoffe, dass es klappt.»

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