YB im Cup mächtig unter Druck

YB trifft heute Abend um 19.30 im Cup-Achtelfinal auf den FC Zürich. Dabei stehen die Berner unter Druck: YB-Trainer Adi Hütter hat seit Sommer 2013 im nationalen Cup nicht mehr verloren.

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Fabian Ruch

838 Tage ist Adi Hütter im Cup ungeschlagen. Natürlich erinnert er sich an seine letzte Niederlage in einem nationalen Pokalwettbewerb. «Es war ein enges Spiel», sagt der YB-Trainer, «leider verloren wir im Penaltyschiessen.»

Das war am 13. Juli 2013, als Hütter mit seinem vorletzten Verein Grödig in der 1. Runde des österreichischen Cups bei Austria Salzburg verlor. Dessen Stadtrivalen Red Bull führte er letzte Saison zum Double, wobei sich Hütter bestens an den Weg zum Pokaltriumph erinnert. «Zuerst siegten wir 10:1 und 12:1, im Achtelfinal mussten wir in die Verlängerung, dann waren wir relativ souverän.»

Im Halbfinal schaltete Red Bull vor einem halben Jahr Hütters früheren Klub Grödig 2:0 aus, das Endspiel im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt gewann Salzburg ebenfalls mit 2:0 – nach Verlängerung gegen Austria Wien. «Da hatten wir vor der Pause eine Rote Karte gegen uns», erzählt Hütter, «liessen uns aber nicht aufhalten.»

Saisonziel steht auf dem Spiel

YB hat also einen aktuellen Pokalsieger dabei, wenn es heute im Cupachtelfinal zu Hause gegen Zürich geht. Die Young Boys selber etablierten sich in den letzten Jahren als Cupversager und scheiterten an den unterklassigen Klubs Buochs, Le Mont, Wil und Winterthur. Davor, 2010/2011, bedeutete der FCZ im dramatischen Viertelfinal Endstation. Nachdem die Young Boys ein 0:3 aufgeholt hatten, verloren sie nach Verlängerung 3:4.

Adi Hütter interessiert die YB-Cupvergangenheit nicht. «Wir spielten am Sonntag in Basel stark, darauf bauen wir auf», sagt er. Bei der 0:1-Niederlage gegen den FCB war YB das bessere Team, spielte mutig und schwungvoll und damit so, wie die Berner oft im Stade de Suisse agieren.

Hütter warnt vor dem FCZ. «Zürich besitzt unabhängig von der Tabellensituation viel Qualität.» Sein Team steht mächtig unter Druck. Das erste Saisonziel, das Erreichen einer europäischen Gruppenphase, verpassten die Young Boys – das zweite, den Gewinn eines Titels, dürfte über den Cup einfacher als über die Super League zu realisieren sein. «Man hat immer Druck», sagt Hütter, «vor allem bei einem ambitionierten Klub wie YB.»

Die Partie heute wird nicht live am TV übertragen. Möglicherweise kann Adi Hütter wieder auf Alexander Gerndt zählen. Rotieren will der Trainer nicht, jedenfalls nicht heute. Am Sonntag, wenn es in der Liga zu Hause erneut gegen den Letzten Zürich geht, könnten Ersatzspieler eine Einsatzchance erhalten.

Berner Zeitung

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