Hoarau nimmt Mannschaftstraining auf

Fussball

Der neue YB-Stürmer Guillaume Hoarau ist am Montag ins Training eingestiegen. Vom ehemaligen französischen Nationalspieler wird vor allem eines erwartet: Toreschiessen.

Am Samstag wurde sein Wechsel bestätigt, am Montag trainierte Guillaume Hoarau erstmals mit seinen neuen Teamkameraden – zumindest mit einem Teil davon.
Martin Bürki@tinubuerki27

Nur acht Spieler, davon zwei Torhüter, haben am Montagvormittag am regulären Mannschaftstraining der Berner Young Boys teilgenommen. Gleich mehrere Spieler sind auf Länderspielreise: Steve von Bergen mit der Schweizer A-Nationalmannschaft, fünf weitere mit der U21, so etwa Yvon Mvogo. Auch Michael Freys Abwesenheit liege darin begründet und sei nach Aussage des YB-Staffs nicht als Indiz für einen allfälligen Wechsel zum OSC Lille zu deuten. Daneben absolvierten jene Spieler, die am Sonntag beim 1:3 beim FC Basel im Einsatz gestanden hatten, am Montag lediglich Lauftraining.

Bühne frei

Und so gehörte die Aufmerksamkeit im Leichtathletikstadion vor allem einem Spieler: Neuzugang Guillaume Hoarau. Erst am Samstag hatten die Young Boys die Verpflichtung des 30-jährigen Franzosen bekannt gegeben. Der Mittelstürmer, der zwischen 2008 und 2013 regelmässig für Paris St. Germain auflief, soll dem YB-Angriff neue Durchschlagskraft verleihen. Angesichts der zwar starken, aber wenig effizienten Offensivbemühungen in Basel, scheint das auch bitter nötig.

Am Sonntag sass der 1,92 Meter grosse Hüne im St. Jakob-Park noch auf der Tribüne, weil der Wechsel für eine Spielberechtigung zu kurzfristig gewesen war. «Wenn man das Resultat ausser Acht lässt, haben wir gut gespielt», findet Hoarau. «Das Ergebnis ist bitter, denn wir haben genug Möglichkeiten gehabt. Das zeigt, dass wir noch viel zu tun haben.» Vollmundig verspricht der ehemalige Nationalspieler Frankreichs, dass er bereit sei, mit anzupacken. «Ob ich Tore schiesse oder sie vorbereite, ist am Ende unwichtig.»

Zurückhaltender Auftakt

Im Training selbst hinterliess Guillaume Hoarau noch einen zurückhaltenden Eindruck. Wohl auch wegen der sprachlichen Barriere – die Anweisungen der Trainer erfolgten auf deutsch – schien er sich im Hintergrund zu halten, um zu beobachten, wie die Übungen denn genau ablaufen. Nach dem Training sagte Hoarau denn auch: «Ich will die Länderspielpause nutzen, um meine neuen Teamkameraden kennenzulernen, und dann in der Vorbereitung auf die nächste Partie voll angreifen.»

Nachdem sein Vertrag bei Girondins Bordeaux im Sommer ausgelaufen war, stand Hoarau ohne Verein da und hielt sich in den letzten Wochen bei den Reservemannschaften von Bordeaux und Paris St. Germain fit. Sein Wechsel nach Bern habe in Frankreich einige überrascht, erzählt er. «Es gab mehrere Optionen, sowohl in Frankreich, als auch im Ausland. Den Ausschlag für YB gegeben hat die Qualifikation für die Europa League.»

YB nur Zwischenstation?

Auffallen will Hoarau nicht nur mit seiner Rückennummer 99, womit er die 93 von Marco Bürki gar noch überbietet. Er erhofft sich insbesondere von den Auftritten in Europa, sich für weitere Aufgaben anzubieten. Denn sein Vertrag in Bern läuft nur bis Ende Jahr. Dann sollte der zurzeit verletzte YB-Schwede Alexander Gerndt wieder voll ins Geschehen eingreifen können.

«Im Fussball kann alles schnell gehen. Wenn ich gut spiele, kann alles passieren. Ob ich länger bleibe oder wechsle, sehen wir dann. Im Moment denke ich nicht daran, was in vier Monaten ist. Jetzt will ich arbeiten und mich von meiner besten Seite zeigen.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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