Gross will mit angriffigen «Grizzlys» Titel gewinnen

Die YB-Spieler haben am Mittwoch zum ersten Mal unter Christian Gross trainiert. Dieser verlor während des Trainings nur wenige Worte, sprach an der anschliessenden Medienkonferenz aber über seine Pläne mit der Mannschaft.

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Gleich drei neue Übungsleiter begrüssten die YB-Spieler am Mittwochmorgen im ersten Training der neuen Saison. Während sich Pascal Zuberbühler um die drei Torhüter kümmerte und Assistenztrainer Laurent Hagist das Training der Feldspieler leitete, hielt sich Christian Gross diskret im Hintergrund.

Der neue YB-Trainer beobachtete die Spieler und sah dabei offenbar ein «solides Gerüst», wie er später an der Medienkonferenz berichtete. «Ich will ambitionierte und emotionale Spieler, die etwas reissen wollen», stellte Gross klar. Er wolle keine gemächlichen Bärengraben-Bären sondern Grizzlys, die hungrig, bissig und angriffig sind.

Vier Verteidiger und eine variable Offensive

Gross erwartet grundsätzlich eine ausgeglichene Meisterschaft, will aber jedes Spiel gewinnen. «Wir wollen die Gegner unsere Siegermentalität spüren lassen», erklärte er den Medien. Es gebe zwar keine Garantie für den Erfolg, er habe aber mit Genugtuung beobachtet, dass im ganzen Verein ein neuer Wind herrscht.

Der Erfolgstrainer hat in den letzten Wochen zahlreiche Spieler im In- und Ausland beobachtet und erwartet noch mehrere Neuzugänge. Spielen wolle er in Zukunft jeweils mit vier Verteidigern und einer variablen Offensive.

Wechselt auch Jemal ins Ausland?

Bis das Spielermaterial von Christian Gross vollständig bekannt ist, dürfte es aber noch dauern. Grundsätzlich sehe er es als Pflicht, noch für jede Reihe einen Spieler zu verpflichten, sagte CEO Ilja Kaenzig. Weil die Saison in der Schweiz aber vergleichsweise früh beginne, sei es schwierig, auf dem Transfermarkt fündig zu werden.

Etwas mehr Handlungsspielraum dürften die YB-Verantwortlichen erhalten, sobald die Abgänge von einigen Spielern unter Dach und Fach sind. Thierry Doubai (Udinese) und Senad Lulic (Lazio Rom) befinden sich derzeit für die medizinischen Checks in Italien und dürften YB noch diese Woche verlassen. Zudem führe auch Ammar Jemal zurzeit Gespräche mit anderen Vereinen, berichtete Ilja Kaenzig.

Dass der Luzerner Verteidiger Dusan Veskovac bald im YB-Dress auflaufen könnte, wurde nicht dementiert. Offenbar ist ein Tauschgeschäft mit den Innerschweizern geplant. Neu im A-Kader begrüsst wurde neben dem Dänen Michael Silberbauer auch Nachwuchs-Torhüter Yvon Mvogo. Er soll Hrvoje Bukovski ersetzen, der ausgeliehen wird.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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