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Gross: Exploit als Ziel

Mit drei Stunden Verspätung und ohne Nationalspieler Stocker erreichte der FCB Lissabon. Heute trifft er in der Champions League auf Sporting - nicht unter besten Vorzeichen.

Er wäre gerne schnell wieder abgehoben, der FC Basel. Nach dem 1:2 gegen Schachtar. Nach dem 1:0 in Schötz. Und nach dem 1:2 gegen YB. Er traf sich gestern am Basler Flughafen für den Abflug zum zweiten Champions-League-Match. Und dann blieb die Maschine am Boden stehen, eine Hello von Moritz Suter - unglücklicherweise nicht zum ersten Mal, wenn der FCB reisen wollte. Auch nicht zum zweiten.

Eine Dreiviertelstunde nach dem geplanten Start verabschiedete sich die Mannschaft um 10.45 Uhr zum vorgezogenen Mittagessen, weil als Ersatzmaschine nichts schneller zur Verfügung stand als ein Ferienflieger, der aber gerade erst auf Korfu abgehoben war. Auf 13.10 Uhr war der neue Abflug geplant.

Der Matchabend von Lissabon kündigt sich ähnlich ungemütlich an wie die Reise. Beim 0:2 auswärts und 0:3 zu Hause war Basel im Februar gegen Sporting im Uefa-Cup chancenlos. Das Team der Portugiesen hat sich kaum verändert. «Natürlich vergisst man so etwas nicht», sagt Trainer Christian Gross, «diese Mannschaft ist sehr stark.» Seinen Spielern will er nach schwächeren Auftritten «versuchen, das Vertrauen zu implantieren. Wir müssen das Ziel haben, den Exploit zu schaffen.» Er findet, dagegen spreche nichts.

Sporting spielt an einem guten Tag schnell und offensiv. Gross will trotzdem nicht nur an die Defensive denken, weil mutig sein müsse, wer auswärts punkten wolle. «Wir brauchen Überzeugung, Selbstvertrauen, Mut und Stolz», sagt er auch, «und wir brauchen einen überragenden Costanzo im Tor.» Aber die Basler Equipe braucht offenbar keinen Valentin Stocker. Den formschwachen Jung-Nationalspieler hat Gross zu Hause gelassen. Er spricht von einer «Pause», die er Stocker gegeben habe, und von einem Zeichen: «Dass es gegen Sporting die erfahrenen Spieler richten müssen.»

FCB auch personell nicht sorgenfrei

Um 13.30 Uhr hob der FCB tatsächlich ab in Basel, 130 Flugminuten führten ihn zum prächtigen 26-Grad-Wetter von Lissabon. So wunderbar warm soll es auch heute sein, wenn der FCB unter Druck antritt und auch personell nicht sorgenfrei sein kann: In der Abwehr spielt Ferati für den verletzten Marque; im Mittelfeld droht Ergic wieder auszufallen; Streller kommt aus einer Verletzungspause zurück und dürfte trotzdem beginnen müssen.

Mit vier Punkten aus zwei Spielen war der FC Basel im Spätsommer 2002 in die Champions League gestartet. Sechs Jahre später braucht er im Alvalade einen perfekten Match, um zu überleben und nicht ohne Punkte zu sein nach zwei Runden. Er spielt um die Stimmungslage im Klub.

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