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Glarner: «Das war Angsthasen-Fussball»

Stefan Glarner ist mit 29 Jahren einer der erfahrensten Spieler beim FC Thun. Der Verteidiger nimmt kein Blatt vor den Mund.

Stefan Glarner sprach nach dem 0:3 gegen Basel Klartext: «So werden wir gegen keinen Gegner einen Punkt holen.»

Der Start in die Partie ist mit dem 0:1 schon nach zweieinhalb Minuten völlig missraten, warum?Stefan Glarner: Wir haben uns viel vorgenommen und wollten die Basler früh angreifen, sie im Spielaufbau stören. Aber es ist anders gekommen. Die erste Halbzeit ist zum Vergessen. Es war eine Katastrophe. Wir machten alles falsch, waren immer einen Schritt zu spät und insgesamt zu passiv. Das war Angsthasenfussball. So holen wir gegen keinen Gegner einen Punkt und gegen Basel schon gar nicht.

Wie erklären Sie sich einen solchen Auftritt? Schwierig zu sagen. Wir haben uns eigentlich die ganze Woche auf Basel eingestellt und uns gezielt auf diese Partie vorbereitet, dann kommt ein derartiges Blackout während der ersten 45 Minuten. Das lässt sich nicht so einfach erklären.

Wie beim ersten Gegentor, das nach einem Thuner Eckball entstand, war auch beim 0:2 die Gegenwehr nicht gross ­genug. Wir waren in dieser Situation zu dritt oder zu viert hinten, konnten aber Bua nicht am Torschuss hindern. Klar, war auch das ein Fehler von uns und hätte nicht passieren dürfen.

Nach der Pause fand der FC Thun dann besser ins Spiel, einverstanden? Nun ja, viel schlechter als in der ersten Halbzeit kann man ja gar nicht spielen. Basel hat zudem zwei Gänge zurückgeschaltet. Bestimmt war eine Steigerung von unserer Seite vorhanden, aber wir müssen auf jeden Fall in allen Belangen noch extrem zulegen, wenn wir am Mittwoch im Derby gegen YB etwas Zählbares holen wollen.

Vor der Saison hat man zwar gewusst, dass mit Sion, Zürich, Basel und YB ein happiges Startprogramm wartet. Kommt nach drei Niederlagen trotzdem schon etwas Unruhe auf? Wir sind sehr unzufrieden, denn den Saisonstart haben wir uns ­definitiv anders vorgestellt, egal, gegen welche Mannschaften wir anzutreten haben. Unser Ziel ist, in jedem Spiel zu punkten, zudem wollen wir unseren Zuschauern vor allem zu Hause etwas bieten. Mit dem Startspiel gegen Sion dürfen wir zufrieden sein, gegen den FCZ war die Leistung auch noch in Ordnung, und gegen Basel war sie einfach nur schlecht. Das gilt es für uns nun sofort wieder zu korrigieren.

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