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GC sucht den Derby-Exploit

Das 215. Derby zwischen dem FC Zürich und den Grasshoppers ist das Aufeinandertreffen zwei formstarker Teams. Der Ausgang wird wegweisend sein, wer dem FC Basel ein ernsthafter Konkurrent um den Titel sein wird.

Originell: Die FCZ-Fans überraschten mit einer schönen Choreographie.
Originell: Die FCZ-Fans überraschten mit einer schönen Choreographie.
Keystone
Des einen Freud', des andern Leid: Massimo Busacca zeigt Johnny Leoni die roten Karte; GC-Keeper Eldin Jakupovic jubelt.
Des einen Freud', des andern Leid: Massimo Busacca zeigt Johnny Leoni die roten Karte; GC-Keeper Eldin Jakupovic jubelt.
Keystone
Grosse Enttäuschung: Trotz doppelter Überzahl kassierte GC noch den Ausgleich; entsprechend gross war der Frust bei den Hoppers.
Grosse Enttäuschung: Trotz doppelter Überzahl kassierte GC noch den Ausgleich; entsprechend gross war der Frust bei den Hoppers.
Keystone
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Das letzte Duell der beiden Stadtzürcher Mannschaften war ereignisreich und farbenfroh – und endete überraschend unentschieden. «GC war die bessere Mannschaft, besser in den Zweikämpfen», sagte FCZ-Trainer Bernard Challandes vor dem zweiten Vergleich der Saison. In Unterzahl waren sie damals glücklich noch zu einem Punkt gekommen. Zur Erinnerung: Johnny Leoni und Hannu Tihinen hatten die Rote Karte gesehen; Raul Bobadilla brachte die Grasshoppers per Penalty kurz vor Schluss 2:1 in Führung. Der FCZ lehnte sich gegen die Niederlage auch in doppelter Unterzahl noch auf, und in der Tat glich Alain Rochat – ebenfalls per Penalty – die Partie in der 94. Minute noch aus.

Zwei Punkte betrug die Differenz zwischen beiden Teams damals; nun – acht Runden später – baute der FCZ trotz einer Heimniederlage gegen Basel den Vorsprung auf sechs Zähler aus. Entsprechend glaubt Challandes, dass «mehr Druck bei GC» ist. Zwar verlor das Team von Hanspeter Latour kein Spiel, gewann aber auch nur drei Partien. Im Rückblick sieht Challandes die 1:4-Niederlage gegen Basel als Wendepunkt. Seither gewann der FCZ sechsmal in Folge und spielte zuletzt remis gegen die Young Boys. «Unsere Formkurve ist aufsteigend», hält der FCZ-Trainer fest.

«Ein Raffael und kein Crouch»

Nach der Pleite gegen Basel hätten sie ihr Spiel angepasst und mehr auf die Fähigkeiten von Eric Hassli angepasst. «Er ist ein Raffael und kein Crouch», umschreibt Challandes die Qualitäten des Franzosen, der sich in dieser Saison zum Goalgetter (8 Tore) und idealen Vorbereiter (7 Assists) entwickelt hat. «Wir können nicht mit langen Bällen operieren», so Challandes Erkenntnis aus der schwierigen Phase der letzten Saison, die sich zumindest ansatzweise auch in den Beginn dieser Spielzeit zog.

Für das Derby kann Challandes praktisch auf sein komplettes Kader zurückgreifen. Grösser sind die Sorgen derweil bei Latour. Sein bester Angreifer Raul Bobadilla (6 Tore) fällt nach einer Knieoperation noch mehrere Monate aus. «Wir haben bewiesen, dass wir ihn in einer Partie ersetzen können. Es kann uns sogar unberechenbarer machen», erklärte Latour.

«Expolit im Derby wäre ideal»

Dem Stadtrivalen attestiert Latour Hochform, derweil sein Team «leistungskonstant» sei. Gegen die drei vor ihnen klassierten Mannschaften Zürich, Basel und Aarau hätten sie bisher noch nicht gewinnen können. «Wir warten auf einen Exploit – ein Derby wäre die ideale Gelegenheit», sagte der Berner Oberländer. «Rudimentär einfach» schildert er das Rezept gegen den spielstarken Gegner: «Sie dürfen einfach nicht so oft am Ball sein.»

Es scheint auf jeden Fall angerichtet für ein packendes Derby am Sonntag. GC-Sportchef Erich Vogel rechnet mit 25'000 Zuschauern. Challandes hofft am Sonntag auf schönes Wetter und ein torreiches Derby. Mit Alexandre Alphonse (9 Tore), Hassli und Almen Abdi stehen drei FCZ-Spieler auch an der Spitze des Torschützenklassements. «Ich hoffe auf ein 3:2 oder 4:3 für den FCZ», so Challandes.

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