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GC, das günstige Spiegelbild des FC Basel

Am Sonntag treffen die beiden erfolgreichsten Teams des Jahres, die Grasshoppers und der FC Basel, aufeinander.

Stephan Roth
Harter Kampf: Basels Valentin Stocker im Luftduell mit GC-Verteidiger Paulo Menezes.
Harter Kampf: Basels Valentin Stocker im Luftduell mit GC-Verteidiger Paulo Menezes.

Wenn FCB-Trainer Thorsten Fink und GC-Coach Ciriaco Sforza sich in diesen Tagen mit dem nächsten Gegner befassen, dürfte es ihnen vorkommen, als ob sie in den Spiegel schauen würden. Nicht nur, weil der 42-jährige Deutsche und der 40-jährige Aargauer einst gemeinsam bei der Erfolgsfabrik des FC Bayern München spielten, sondern auch, weil ihre Teams einen ähnlichen und vor allem erfolgreichen Fussball spielen.

Beide Mannschaften haben eine robuste Innenverteidigung mit eher rustikalen Abwehrspielern. Beim FCB sind dies im Optimalfall der Argentinier David Abraham und der türkische Haudegen Atan Cagdas, bei den Zürchern Routinier Boris Smiljanic, der mit seinen starken Leistungen Rufe nach einer Rückkehr ins Nationalteam laut werden lässt, und der Spanier Guillermo Vallori.

Auf der Seite sorgen Aussenverteidiger für Druck nach vorne, auch wenn jene der Grasshopppers, Paulo Menezes und Kai Voser, nicht ganz den gleich grossen Schwung entwickeln wie Samuel Inkoom und Behrang Safari.

Abräumer als Herzstück

Auch das Mittelfeld ist trotz unterschiedlichem Spielsystem – GC spielt ein 4-1-4-1 und Basel ein 4-4-2 – ist ähnlich strukturiert. Das Herzstück bilden mit Benjamin Huggel und Veroljub Salatic zwei Abräumer, die mit ihrer physischen Präsenz, ihrer Wucht und ihrer Kopfballstärke ihresgleichen in der Schweiz suchen, und auch dem Offensivspiel Impulse geben.

Ausserdem leben GC und der FCB davon, dass sie blitzschnell von Abwehr auf Angriff umschalten können und dabei ihre schnellen Flügelspieler lancieren. Beim Leader sind es Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri sowie nach langer Verletzungspause alternativ der Portugiese Carlitos, die blitzschnell vorstossen und so den Gegner überfallsartig überrumpeln. Bei GC füllen nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Senad Lulic und Davide Callà der argentinische Goalgetter Gonzalo Zarate und der 18-jährige Steven Zuber diese Rolle vortrefflich aus.

Basels Reserven im Sturm

Im Sturm zeigt sich dann aber, dass der finanziell gebeutelte Rekordmeister (27 Titel), der seine Zelte in der Agglomeration in Niederhasli aufgeschlagen hat, nicht ganz mit dem Liga-Krösus aus Basel mithalten kann. Selbst beim Ausfall der Nationalstürmer Alex Frei und Marco Streller, der am Sonntag sein Comeback auf dem Letzigrund geben könnte, konnte Fink mit Federico Almerares, Scott Chipperfield und Jacques Zoua Ersatzleute aufstellen, die Tore schossen. Bei GC hingegen war U-17-Weltmeister Nassim Ben Khalifa zu oft auf sich alleine gestellt. Immerhin konnten die Zürcher auch noch auf die Tore von Mittelfeldspieler Ricardo Cabanas zählen. Der Routinier, der die Freude am Fussball wiederentdeckt hat, erzielte bereits sieben Treffer.

Am Sonntag wird sich zeigen, ob Sforzas Team den Baslern Paroli bieten kann. In Bern hofft jedenfalls mancher darauf. Immerhin war GC die einzige Mannschaft, die den FCB in diesem Jahr bezwingen konnte.

Die Rückrundentabelle

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