Fredy Bickel verlängert bei YB

YB hat am Mittwoch die Vertragsverlängerung mit Sportchef Fredy Bickel bekannt gegeben.

YB setzt längerfristig auf ihn: Sportchef <b>Fredy Bickel</b>.

YB setzt längerfristig auf ihn: Sportchef Fredy Bickel.

(Bild: Andreas Blatter)

Dominic Wuillemin

Es ist, als wollten die Young Boys ein Zeichen setzen. Am Mittwoch gaben sie die unbefristete Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages mit Fredy Bickel bekannt. Der Sportchef war nicht zuletzt wegen des Transfertheaters um Renato Steffen arg in die Kritik geraten, so mancher Fan reagierte deshalb nicht gerade erfreut auf die Nachricht.

Bickel selbst spricht von schwierigen Zeiten, in denen er aber immer das Vertrauen des Verwaltungsrates gespürt habe. «Die Vertragsverlängerung tut mir gut», sagt er.Dabei war der 50-jährige Zürcher nach seiner Rückkehr zu YB vor drei Jahren lange unumstritten gewesen.

Die Berner machten kontinuierlich Fortschritte, die Nachwuchsabteilung, die über Jahre hinweg vernachlässigt worden war, zählt mittlerweile zu den besten im Lande. Bickel wurde gelobt, auch für kluge Transfers, das Erreichen des von ihm selbst geschaffenen Dreijahresplans, der bis Sommer 2016 einen Titelgewinn vorsah, schien möglich.

Doch spätestens mit dem zweifelhaften Vorgehen bei der Entlassung des beliebten Uli Forte im Sommer und dem zaghaften Handeln bei der Suche nach einem Nachfolger verspielte Bickel viel Kredit. Und dass die Young Boys heuer auf dem Weg sind, alle ihre Saisonziele zu verpassen, war dem Ruf des Sportchefs nicht zuträglich. Wie auch, dass er langjährige Mitarbeiter durch eigene Vertraute ersetzte. «Wir sind mit der Arbeit von Fredy Bickel sehr zufrieden, obwohl sportlich in den letzten drei Jahren nicht alles nach Wunsch gelaufen ist», sagt Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger.

Und: «Wir sind überzeugt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.» Seine Vertragsverlängerung will Bickel selbst nicht als Zeichen verstanden haben. Er sagt, das Ziel sei gewesen, möglichst viele Personalien bis zum Beginn des Trainingslagers, den er als Neustart betrachte, geklärt zu haben. Auch die eigene.

Berner Zeitung

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