FCL-Fans ketten aus Protest das YB-Goal zu

Bevor das Cup-Duell zwischen Luzern und den Young Boys startet, tun die Anhänger ihren Unmut über die Anspielzeit kund.

Protest-Aktion mit klarer Botschaft: Die Fans des FC Luzern verketten vor Beginn der Cup-Partie gegen YB das Tor der Gäste. (Video: SRF)

Am Dienstag- und am Mittwochabend regiert im Fussball die Königsklasse. Auch die TV-Stationen beugen sich der Champions League, weshalb der Cup-Viertelfinal Luzern – Young Boys bereits auf 18.00 Uhr angesetzt ist. Das passt vielen Fans gar nicht. Jene in der FCL-Kurve machen mit einem Plakat auf ihren Unmut aufmerksam. «Schloss met dene Aspelziite», steht darauf geschrieben. Der Spruch hat eine doppelte Bedeutung, wie sich rasch zeigt.

Denn kurz vor Spielbeginn begeben sich einige Anhänger der Innerschweizer gar auf den Rasen. Sie tragen Pappmasken und haben ihre Kapuzen hochgezogen. Die einen halten gemeinsam einen Banner mit der Aufschrift «D'Primetime cha starte!!» hoch, während andere beginnen, mit Eisenketten das YB-Tor zu versperren. Die Aktion dauert nicht lange und wird im Stadion auch von den Gästefans gefeiert. Es ist durchaus möglich, dass der Protest hinter den Kulissen abgesprochen war. Denn die Fans werden vom Sicherheitsdienst nicht daran gehindert, sich auf den Platz zu begeben. Auch ihre Ketten-Aktion wird geduldet. Die Gruppe kehrt gesittet wieder in die Kurve zurück, wo dann «Der Schlüssel ist hier, PS hol ihn dir» auf einem Banner zu lesen ist. Die Ketten werden allerdings nicht aufgeschlossen, sondern mit einer Zange aufgebrochen und entfernt, damit der Schiedsrichter die Partie mit einer Verzögerung von sechs Minuten anpfeifen kann.

Im Netz wird die Aktion der Fans begrüsst, zumal sie friedlich verlief und sowohl das Publikum im Stadion als auch vor dem TV zum Schmunzeln anregte.

ddu

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