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Basel startet mit einem Unentschieden

Gegen den bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad kommt der FCB nach einem 0:1-Rückstand nicht über ein 1:1 hinaus. Renato Steffen trifft spät zum Ausgleich.

Kein wunschgemässer Start: Der FC Basel und Thomas Vaclik müssen sich im Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad mit nur einem Punkt zufriedengeben.
Kein wunschgemässer Start: Der FC Basel und Thomas Vaclik müssen sich im Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad mit nur einem Punkt zufriedengeben.
Peter Schneider, Keystone
Die Königsklasse gastiert endlich wieder in der Schweiz. Vor der grossartigen Kulisse von 30'000 Zuschauern betreten die Teams den Rasen des St. Jakobparks.
Die Königsklasse gastiert endlich wieder in der Schweiz. Vor der grossartigen Kulisse von 30'000 Zuschauern betreten die Teams den Rasen des St. Jakobparks.
Peter Schneider, Keystone
In Hälfte zwei werden die Duelle immer härter und der Schiedsrichter verteilt mehr gelbe Karten. Birkir Bjarnason (r.) und Vura gehen ohne Verwarnungen aus diesem Zweikampf.
In Hälfte zwei werden die Duelle immer härter und der Schiedsrichter verteilt mehr gelbe Karten. Birkir Bjarnason (r.) und Vura gehen ohne Verwarnungen aus diesem Zweikampf.
Peter Schneider, Keystone
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Renato Steffen profitierte in der 80. Minute von einem Fehler des bulgarischen Torhüters Wladislaw Stojanow, der eine Flanke von Michael Lang nur ungenügend wegfaustete, und traf zum verdienten 1:1.

Mit dem Punktgewinn belohnten sich die Basler für den Aufwand, den sie vor allem nach der Pause betrieben hatten. Nach einer zögerlichen ersten Halbzeit ohne viel Tempo erhöhten sie zu Beginn der zweiten Halbzeit die Schlagzahl deutlich und drängten die Bulgaren mit Fortdauer der Partie in die Defensive. Klare Torchancen blieben zwar während der ganzen Partie Mangelware, durch seine Präsenz im und um den Strafraum erhöhte das Heimteam nach der Pause aber zumindest die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Abschluss.

Am Ende überwiegt die Enttäuschung

Den Baslern ist hoch anzurechnen, dass sie trotz mässiger Leistung und dem Gegentreffer unmittelbar vor der Pause in der hektischen zweiten Halbzeit weder die Übersicht noch die Ruhe verloren - trotz diverser Mätzchen des Gegners. Den Gästen war jedes Mittel recht, die Führung über die Zeit zu retten - was gleichbedeutend mit dem ersten Auswärtssieg in der Champions League gewesen wäre.

Die Vorfreude auf die siebte Teilnahme in der Königsklasse in Basel war gross gewesen. Umso mehr nach einjähriger Pause und der Tatsache, dass die Basler in der heimischen Liga der Konkurrenz nach nur sieben Runden bereits enteilt sind. Der FCB und die gut 30'000 Zuschauer im St. Jakob-Park erlebten aber für einmal keine magische Nacht in der Königsklasse - im Gegenteil. Am Ende überwog die Enttäuschung, hatten sich die Basler gegen das vermeintlich schwächste Team der Gruppe A doch deutlich mehr vorgenommen.

Einziger Angriff führt zum Tor

Die Hypothek des 0:1-Rückstands hatte sich der FCB unmittelbar vor der Pause eingehandelt. Jonathan Cafu profitierte davon, dass die Organisation in der Basler Defensive für einmal nicht stimmte. Mit einer einfachen Körpertäuschung düpierte der brasilianische Stürmer Basels Marek Suchy, der als letzter Abwehrspieler in der Szene schlecht aussah, und traf zum 1:0. Es war der einzige gefährliche Angriff der Bulgaren in der Partie.

Bis auf jene Szene hatte der FCB die Partie kontrolliert, in der Offensive trat der Leader der Super League aber insgesamt zu wenig inspiriert und zwingend auf. Die besten Chancen bis zum Ausgleich boten sich bereits in der Startphase Birkir Bjarnason (2.) und Steffen. Nach einem Querpass des Isländers lenkte der Aargauer in der 6. Minute den Ball herrlich mit dem Absatz ab, Verteidiger Jordan Minew verhinderte mit seiner Rettungsaktion kurz vor der Torlinie aber die Basler Führung.

Janko muss früh verletzt raus

Ansonsten wirkte die Basler Offensivabteilung viel zu behäbig. Der Respekt des Heimteams vor dem bulgarischen Serienmeister war spürbar. Fischer setzte auf seine Stammformation, da sich Eder Balanta, Adama Traoré und Luca Zuffi von ihren muskulären Problemen erholt gezeigt hatten. Im Sturmzentrum blieb der FCB-Coach seinem Rotationsprinzip treu und setzte zu Beginn auf den Österreicher Marc Janko, der aber bereits kurz vor der Pause aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste.

Wohin für den FCB in diesem Jahr die europäische Reise gehen wird, wird sich an den nächsten beiden Spieltagen weisen. In zwei Wochen reisen die Basler nach London, wo sie auf Arsenal treffen, in gut einem Monat treten sie im Pariser Parc des Princes gegen Paris-Saint Germain an. Geht es in der Gruppe A nach der Papierform könnte sich das 1:1 jedoch bereits als frühe Hypothek im Kampf um den dritten Gruppenrang, dem erklärten Ziel der Basler, erweisen.

Basel - Ludogorez Rasgrad 1:1 (0:1)

St. Jakob-Park. – 30'852 Zuschauer. – SR Kulbakow (BLR).Tore: 45. Cafu 0:1. 80. Steffen (Lang) 1:1.Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Balanta, Traoré; Xhaka, Zuffi (70. Fransson); Bjarnason, Delgado (81. Callà), Steffen; Janko (40. Doumbia).Ludogorez Rasgrad: Stojanow; Minew, Moti, Palomino, Natanael (81. Vitinha); Misidjan, Anicet Abel, Djakow (91. Sasha), Wanderson (85. Plastun); Marcelinho, Cafu.Bemerkungen: Basel ohne Akanji (rekonvaleszent). 40. Janko verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 65. Steffen (Reklamieren). 67. Wanderson (Foul). 76. Natanael (Unsportlichkeit).

SDA/jof

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