FC Thun: Den Job erledigt

Im Cup-Sechzehntelfinal gewinnt der FC Thun 1:0 gegen Stade Nyonnais. Für Basil Stillhart kommt es zum Novum.

Sein Torerfolg führte erstmals zu einem Vollerfolg: Basil Stillhart erzielt in der 39. Minute den einzigen Treffer in Nyon.

Sein Torerfolg führte erstmals zu einem Vollerfolg: Basil Stillhart erzielt in der 39. Minute den einzigen Treffer in Nyon.

(Bild: Pascal Muller (Freshfocus))

Der Abpfiff bedeutet das Weiterkommen für den FC Thun in die nächste Runde des Schweizer Cups. 1:0, ein knapper Sieg, trotz Knorz aber verdient. Dass die Partie in der zweiten Runde gegen Stade Nyonnais kein Selbstläufer werden würde, war dem Superligisten klar gewesen, es sind die Spiele gegen diese bissigen Unterklassigen aus der Challenge oder Promotion League, die meist mehr Mühe bereiten, als auf dem Papier zu erwarten wäre.

Idyllisch gelegen zwischen einem kleinen Rebberg und dem Genfersee, findet sich das Centre sportif de Colovray, die Heimat von Stade Nyonnais. Nur 870 Zuschauer fanden ihren Weg dorthin an diesem sonnigen Sonntagnachmittag.

1:0 führt Thun auch zur Pause schon. Trainer Marc Schneider spricht nach dem Spiel von der guten ersten Halbzeit. Bereits in der 16. Minute hatte Miguel Castroman eine gute Gelegenheit zur Führung. Der Ball aber prallte vom Pfosten ins Feld zurück. So war es 23 Minuten später Stefan Glarner, der den Ball mustergültig vors Tor flankte.

Dort war Basil Stillhart bereit und wuchtete diesen mit dem Kopf ins Tor. Wer darauf hoffte, dass die Dämme nun gebrochen wären und einem Torreigen nichts mehr im Weg stehen würde, sah sich getäuscht.

Nach der Pause liess der FC Thun nach, agierte passiv und fehlerhaft. Schneider sagt später: «In der zweiten Halbzeit haben wir einiges nicht gut gemacht.» Zur gefährlichsten Chance für Nyon kam es nach einem Foul Nicola Sutters an der eigenen Strafraumgrenze.

Nyons Qarri schoss den Freistoss zwar direkt in die Thuner Mauer, aber sein Nachschuss gelangte zu einem Teamkollegen, der sich am Pfosten postiert hatte. Dessen Kopfball parierte Andreas Hirzel im Thuner Tor stark, doch direkt in die Füsse eines Waadtländers. Dieser verzog – zum Glück für den Gast.

Beide Teams hatten vereinzelt Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen, dennoch blieb das grosse Zittern für die Thuner aus. «Wir haben nie den Faden verloren», hält Mittelfeldspieler Stillhart fest.

Das erste Tor zum Vollerfolg

So ist der Wiedereinstieg nach der Länderspielpause gelungen, umso wichtiger, als die beiden Spiele in der Super League vor der Unterbrechung verloren gegangen waren. «Wir haben unseren Job erledigt», resümiert Schneider. Der Trainer hatte sowohl Simone Rapp als auch Niki Havenaar zu Beginn auf der Bank platziert. Für Rapp, der später eingewechselt wurde, bekam Chihadeh eine Chance, für Havenaar kam Gelmi auf seiner angestammten Position in der Innenverteidigung zum Einsatz, während im zentralen Mittelfeld Justin Roth auflief.

Roth, Jahrgang 2000, bestritt seinen ersten Ernstkampf in der ersten Mannschaft. «Er hat gut trainiert und sich diese Möglichkeit verdient», sagt Schneider. Der 18-Jährige fügte sich gut ins Team ein, vermochte jedoch seine mangelnde Erfahrung nicht ganz zu kaschieren.

Auch für einen anderen Spieler kam es zu einer speziellen Premiere. Basil Stillhart hat zwar bereits fünf Tore für Thun erzielt (alle in diesem Jahr), erst in Nyon aber siegen die Oberländer auch, nachdem die Nummer 10 getroffen hat. Das erzählt der Ostschweizer nach Spielschluss mit einem Lachen und zählt auch die Partien auf, in denen er einen Treffer erzielt hat: gegen GC (1:1; 24.2.), gleich zwei Tore reichten gegen den FCZ nicht zum Sieg (2:2; 10.3.), gegen Xamax (2:3; 31.3.) und den FC Basel (2:3; 3.8.).

Ob er befürchtet habe, dass der Ausgleich in der regulären Spielzeit auch im sechsten Anlauf fallen würde? Der 25-Jährige verneint: «Heute war ich ziemlich sicher, dass es klappt.» Am Ende ermöglichte sein Tor den Vorstoss in den Achtelfinal, in dem mit dem FC Winterthur Ende Oktober eine heikle Aufgabe wartet.

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