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FC Bosporus schlägt den FC Wyler

Der Nervosität getrotzt: Der FC Bosporus hat im Stadtberner Derby im Hinspiel der Aufstiegsbarrage zur 3./2. Liga gegen den FC Wyler 2:1 gewonnen.

FC Bosporus gewinnt das Hinspiel in der Aufstiegsbarrage zur 3./2. Liga gegen den FC Wyler mit 2:1  Timur Yesildag vom Fc Bosporus (links) behauptet den Bal gegen Rui Manuel Da Silva vom FC Wyler.
FC Bosporus gewinnt das Hinspiel in der Aufstiegsbarrage zur 3./2. Liga gegen den FC Wyler mit 2:1 Timur Yesildag vom Fc Bosporus (links) behauptet den Bal gegen Rui Manuel Da Silva vom FC Wyler.
Max Füri
Akin Celik ( FC Bosporus, links) und Rui Manuel Da Silva (Wyler): In der ersten Halbzeit waren Torchancen Mangelware.
Akin Celik ( FC Bosporus, links) und Rui Manuel Da Silva (Wyler): In der ersten Halbzeit waren Torchancen Mangelware.
Max Füri
In der 68. Minute flog Murat Tiryaki vom FC Bosporus (rechts) mit Gelb-Rot vom Platz. Nur eine Minute später fiel der Ausgleich für den FC Wyler. In der 82. Minuten köpfte Ledermann den Siegtreffer für den FC Bosporus. Das Rückspiel findet am 10. Juli statt.
In der 68. Minute flog Murat Tiryaki vom FC Bosporus (rechts) mit Gelb-Rot vom Platz. Nur eine Minute später fiel der Ausgleich für den FC Wyler. In der 82. Minuten köpfte Ledermann den Siegtreffer für den FC Bosporus. Das Rückspiel findet am 10. Juli statt.
Max Füri
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Es dauerte eine ganze Weile, ehe die 3.-Liga-Fussballer von Bosporus und Wyler ihre sichtbare Nervosität zügeln konnten. Die Umstände im Duell der beiden Stadtberner Vereine waren auch ungewohnt für die Akteure.

Immerhin handelte es sich um das Hinspiel der Aufstiegsbarrage zur 2. Liga, was wiederum sehr viele Zuschauer dazu bewog, einen Ausflug ins Leichtathletikstadion Wankdorf zu unternehmen. Auf der einen Seite die farbenfrohen und lautstarken Anhänger des türkischstämmigen Migrantenklubs Bosporus, vis-à-vis die kreativen und lautstarken Supporter des Quartierklubs Wyler.

Beide Fanlager legten sich für ihren Verein ins Zeug und das blieb auch während der ersten Halbzeit so, obschon das Spiel nur schwer in die Gänge kam. Sicherheitsdenken und der Respekt vor einem starken Gegner prägten fast die komplette erste Halbzeit, Torszenen gab es deutlich weniger zu verzeichnen als ungenaue Zuspiele.

Ja kein Tor erhalten, schien die Devise vorerst zu lauten, ein Umstand, der sich nach der Pause indes schlagartig änderte. «Am Anfang spielten wir nicht das, was wir uns vorgenommen hatten, deshalb gingen in der Halbzeit nochmals unsere Taktik durch, wollten unbedingt mit mehr Tempo in die Spitze spielen», erklärte Kevin Ledermann von Bosporus.

1:0 für den FC Bosporus

Tatsächlich fabrizierte das Heimteam Bosporus allein in den ersten vier Minuten nach der Pause so viele konstruktive Angriffe, wie in den ersten 45 Minuten zusammen. Das Resultat: Zwei gefährliche Abschlüsse und drei Eckbälle, wobei der letzte Corner das Spiel so richtig lancierte. Innenverteidiger Ledermann hatte sich nach vorne ins Getümmel geschlichen und verwertete einen Abpraller zur 1:0-Führung (49.) für Bosporus.

Plötzlich kamen auch auf dem Platz Emotionen auf. Die Zweikämpfe wurden intensiver, die Qualität der Spielzüge wuchs von Angriff zu Angriff. Wyler, das ohne seinen angeschlagenen Spielertrainer Johan Berisha antreten musste, wehrte sich, drängte mit gutem Kombinationsspiel auf den Ausgleich, erzwang Foulspiele und provozierte die vermeintliche Wende.

Gelb-Rot und Elfmeter für den FC Wyler

Bosporus-Spieler Murat Tiryaki flog nach seiner zweiten gelben Karte vom Platz, eine Minute und ein Foul später, erhielt Wyler einen klaren Elfmeter zugesprochen. Elias Aguidi verwerte sicher zum 1:1 (69.), die Vorteile lagen nun bei den Gästen.

Allerdings nicht lange. Kurz Zeit später wurde Wylers Fabio del Percio ebenfalls des Feldes verwiesen (71.). Wie zwei Boxer verteilten fortan beide Teams im Minutentakt Hiebe in Form von Torschüssen und weil die Intensität stetig wuchs, folgte tatsächlich der späte Knock-Out. Erneut war Kopfballspezialist Ledermann nach einem Bosporus-Corner zur Stelle, netzte nach 82 Minuten zum viel umjubelten 2:1-Siegtor ein.

«Nun wollen wir im Rückspiel die gute Ausgangslage nutzen, auch wenn es nochmals ein hartes Stück Arbeit werden wird», sagte Doppeltorschütze Ledermann. Das Rückspiel findet am nächsten Samstag (17.00 Uhr) auf dem Sportplatz Wyler statt – Spannung und nervöse Fussballer garantiert.

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