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Fassnacht: «Ich kam mir komplett veräppelt vor»

Christian Fassnacht schien beim 6:1-Sieg gegen St. Gallen die tragische Figur zu sein. Trotz etlichen Chancen wollte dem YB-Offensivakteur lange Zeit kein Tor gelingen.

Was für glanzvoller Sieg: Die Young Boys schicken am Sonntag (1.10.2017) St. Gallen mit einem Tennisresultat nach Hause.
Was für glanzvoller Sieg: Die Young Boys schicken am Sonntag (1.10.2017) St. Gallen mit einem Tennisresultat nach Hause.
Christian Pfander
YB zementiert damit seine Leaderposition und führt nun mit sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle.
YB zementiert damit seine Leaderposition und führt nun mit sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle.
Christian Pfander
Freude bei YB: Kevin Mbabu und Jean-Pierre Nsame.
Freude bei YB: Kevin Mbabu und Jean-Pierre Nsame.
Christian Pfander
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Wie viele Tore hätten Sie heute erzielen können?

Christian Fassnacht: Vier wären sicher möglich gewesen. Sogar noch mehr, bei optimalem Spielverlauf.

Ihr einziges Tor gelang Ihnen in der 76. Minute. Sie wirkten zwischenzeitlich nahe an der Verzweiflung.

Definitiv. Meine Gefühlslage war speziell. Einerseits war ich überglücklich, dass wir so hoch führten. Anderseits hatte ich meine vergebenen Chancen im Kopf. Ich kam mir komplett veräppelt vor. Der Ball wollte einfach nicht reingehen. Doch jetzt ist gut. Ich bin zufrieden.

Fassnacht erzielt das 6:1. Quelle: SRF

Haben Sie nach den vielen vergebenen Chancen überhaupt noch an einen Torerfolg geglaubt?

Eine Zeit lang befand ich mich schon im Tief. Ich dachte: Ich kann den Match doch nicht auf diese Weise beenden. Es schmerzt auch jetzt noch ein bisschen, wenn ich mir meine ver­gebenen Chancen vor Auge führe. Aber nun, nach dem 6:1, ist das verkraftbar.

Das 6:1 gegen den vormals Zweiten St. Gallen ist ein dickes Ausrufezeichen. Einverstanden?

Wir kamen super ins Spiel und liessen uns nach dem Gegentor zum 2:1 auch nicht aus der Ruhe bringen, das zeugt von mentaler Stärke. Und in der Offensive sind wir mittlerweile eingespielt, jeder weiss, wie der andere funktioniert. Unsere Verfassung ist beeindruckend.

Sie waren einer der Spieler, die von Trainer Adi Hütter am Donnerstag beim 1:1 in Albanien gegen Skënderbeu geschont wurden. Zahlte sich das gegen St. Gallen aus?

Klar, wir erhofften uns in Albanien mehr. Wir sind dennoch Gruppenzweiter, es ist weiterhin alles möglich. Nach dem hohen Sieg gegen St. Gallen darf man die Massnahme des Trainers als gelungen bezeichnen.

Sind Sie froh, ist nun zwei Wochen Länderspielpause? Oder hätten Sie am liebsten weitergespielt?

Es ist gut, können wir nun verschnaufen, runterfahren und für einmal ein freies Wochenende verbringen. Zumindest diejenigen, die nicht zum Nationalteam reisen. Wir haben die Qualität, danach wieder gleich stark auf­zutreten wie jetzt.

In der Tabelle liegt YB sechs Punkte vor dem FC Zürich, acht vor dem FC Basel. Hängen Sie sich einen Ausruck der Tabelle übers Bett?

Das ist nicht nötig, die Tabelle habe ich im Kopf gespeichert. Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben, diese Saison die beste Mannschaft der Schweiz zu sein. Aber vor uns liegen noch ganz viele Spiele, die Tabelle ist eine Momentaufnahme. Es gibt keinen Grund, nun in Euphorie zu ver­fallen.

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