Fankhausers kleines Wunder

Basketball, Unihockey, Volleyball, Handball – am 1. «Indoor Sports»-Supercup in Zürich hat von den drei Berner Vertretern nur Wiler-Ersigen eine Trophäe gewonnen. Volley Köniz scheiterte erneut an Düdingen.

Wieder ein Titel für Wiler-Ersigen: Captain Philipp Fankhauser stemmt die Trophäe des 1. «Indoor Sports»-Supercups unters Hallendach.

Wieder ein Titel für Wiler-Ersigen: Captain Philipp Fankhauser stemmt die Trophäe des 1. «Indoor Sports»-Supercups unters Hallendach.

(Bild: Keystone)

Philipp Fankhauser kann seine Gefühlslage nur schwer beschreiben. Der Captain von Schweizer Meister Wiler-Ersigen ringt nach den richtigen Worten. «Es ist ein kleines Wunder, dass ich spielen konnte», sagt der 25 Jahre alte Stürmer nach dem 6:2-Erfolg im 1. «Indoor Sports»-Supercup über Cupsieger Alligator Malans. Im Sommer war er am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt, Fankhauser verpasste einen grossen Teil der Vorbereitung.

Vergangene Woche hat der Agronom den Rücktritt aus dem Schweizer Unihockey-Nationalteam erklärt – nach 25 Länderspielen, 15 Toren und 11 Assists. «Der eigene Landwirtschaftsbetrieb und die Gesundheit gehen vor», sagt der WM-Dritte von 2012. Mit den Toren zum 3:1 und 5:2 hat Fankhauser im Hallenstadion seine Wichtigkeit für Wiler-Ersigen unter Beweis gestellt. Das Einstellen des Visiers habe er nicht ganz verlernt, meint der zweifache Torschütze und lacht.

In der Kabine hat Fankhauser eine Ansprache gehalten und die Teamkollegen auf den Match gegen Rivale Malans eingeschworen: «Wir wollen jedes Spiel, bei dem es um einen Titel geht, gewinnen.» Der Gewinn des Supercups sei gut für die Moral. «Gerade wenn man bedenkt, dass wir ohne Tatu Väänänen und Christoph Hofbauer auskommen mussten.» Der an einem Muskelfaserriss laborierende Väänänen wurde in Zürich als wertvollster Spieler (MVP) der vergangenen Saison ausgezeichnet. Eine heftige Niederlage hatten die Unihockeyaner wenige Stunden vor dem Supercup kassiert: Im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Gemeinde Ersigen kamen sie im Plauschwettkampf gegen die Hornusser und die Schwinger böse unter die Räder.

Düdingen schlägt Köniz wieder

Im Volleyball-Supercup verwertet ausgerechnet die Ur-Könizerin Pamela Gfeller-Lejczyk den Matchball zum 3:2 (25:19, 22:25, 25:19, 19:25, 15:10) für Düdingen. Wie schon im vergangenen Cup-Halbfinal lässt das stark auftretende Team von Nicki Neubauer den Könizer Traum platzen, erstmals seit 2009 wieder einen Titel zu gewinnen. «Es ist ein unglaubliches Gefühl, die Trophäe zu bekommen», sagt Angreiferin Gfeller-Lejczyk. Sie freue sich riesig über die erste «richtige» Auszeichnung. Die Senslerinnen qualifizierten sich als Cupfinalist für den Supercup. Melissa Vanis jubelt ebenfalls – auch die 19 Jahre alte Kauffrau hat das Volleyball-Abc in Köniz gelernt. Der neue Könizer Teamchef Han Abbing sah Licht und Schatten. «Mit der Annahme bin ich zufrieden, das Zusammenspiel zwischen Pass und Angriff muss erst reifen. Die Automatismen können nicht schon nach einer Woche greifen», analysiert der Holländer. Zufrieden war der Könizer Übungsleiter mit dem Auftritt der sprungkräftigen Angreiferin Alessandra Januário dos Santos. Der Zugang aus Brasilien erzielte 29 Punkte.

Die Handballerinnen von Rotweiss Thun zeigten beim 31:35 (12:19) gegen Doublegewinner LK Zug nur in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung. Am Samstag (Basketball, Unihockey) verfolgten kumuliert 3500 Zuschauer die vier Partien des Supercups, am Sonntag (Volleyball, Handball) kamen insgesamt 3255 Personen ins Hallenstadion.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...