Fall Shaqiri: Die Kollegen sollen nichts mehr sagen

Der Verband will, dass sich die Schweizer auf den Irland-Match konzentrieren. Das ist aber schwierig.

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Ueli Kägi@ukaegi

Die Nationalmannschaft hat am Dienstag im Letzigrund trainiert. Manuel Akanji und Nico Elvedi stehen danach für Gespräche mit den Medien zur Verfügung. Die Bundesliga-Verteidiger werden in Irland wohl in der Dreierkette stehen. Zusammen mit Fabian Schär.

Es ist ein Schlüsselspiel am Donnerstag in Dublin. Die EM-Qualifikation soll jetzt auch im Fokus stehen – und nicht mehr die Unruhe um Xherdan Shaqiri, den grossen Abwesenden. So zumindest wünschen es sich die Verantwortlichen.

Einfach ist das allerdings nicht. Weil es ja schon eine Rolle spielt, ob Shaqiri mitstürmt oder lieber in Liverpool trainiert. Deshalb antwortet Manuel Akanji auch auf die Frage, was Shaqiris Absenz in Irland bedeutet. «Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Aber so, wie ich es mitbekommen habe, will er sich auf die Situation in Liverpool konzentrieren, so habe ich das gelesen.»

Wieso fehlt Shaqiri? Vielleicht ist es eine Mischung von Gründen

Es ist noch immer diffus, weshalb Shaqiri fehlt. Am Freitag schrieb der Verband, der Offensivspieler wolle sich «in Anbetracht seiner aktuellen Situation vollumfänglich auf seinen Club konzentrieren». Nach medialen Spekulationen übers Wochenende verkündete Nationaltrainer Vladimir Petkovic am Montag, Shaqiri habe ob seiner Ersatzrolle in Liverpool mentale Probleme. Und bemerkte, das Verhältnis zwischen ihm und dem Spieler sei zwar okay, «aber könnte auch besser sein».

Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem, die Shaqiri in Liverpool gehalten hat: Seine schwierige Situation im Club. Und sein durchzogenes Verhältnis mit Petkovic, das ihm vielleicht nur beschränkt Lust auf die Nationalmannschaft macht.

Elvedi: «Ich soll nicht mehr viel reden»

Akanji findet, sie hätten Shaqiris Absenz zu respektieren, Shaqiri werde seine Gründe haben. Und er sagt: «Wir haben sehr gute Spieler dabei, die seine Position übernehmen können.» Diese Spieler hätten vielleicht nicht die gleichen Qualitäten wie Shaqiri, «aber andere Qualitäten, die uns auch helfen können – wir sind noch immer sehr gut aufgestellt». Genau gleich sieht das Kollege Elvedi. Mehr mag der 22-Jährige aber nicht mehr erzählen: «Mir ist gesagt worden, dass ich nicht mehr viel über Shaqiri reden soll.»


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Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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