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«Es ist ratsam, nicht zu viel auf das Umfeld zu achten»

Der YB-Captain Steve von Bergen erklärt vor dem Rückrundenstart am Samstag in Luzern, warum sein Team in der Winterpause weiter an Erfahrung gewonnen hat.

«Wir werden schnell sehen, wo wir stehen.» Captain Steve von Bergen steht mit YB ein intensiver Auftakt in die Rückrunde bevor.
«Wir werden schnell sehen, wo wir stehen.» Captain Steve von Bergen steht mit YB ein intensiver Auftakt in die Rückrunde bevor.
Andreas Blatter

Ist YB stets stärker geworden, seit Sie im Sommer 2013 dazugekommen sind? Das ist schwierig zu beurteilen. Wir hatten in dieser Winterpause für einmal weder viele Zu- noch Abgänge. Doch es gibt einige Rückkehrer aus Verletzungspausen, wie Alexander Gerndt, Marco Bürki oder Gonzalo Zarate...

...die das Team verstärken? Das bewirkt sicher wieder mehr Konkurrenz, es ist mit Spielern wie Gerndt auch wieder mehr Erfahrung da. Ob wir stärker sind, wird nach den ersten Partien zu sehen sein. Aber natürlich hoffe ich, dass wir uns weiter verbessert haben. Stillstand ist Rückschritt, und das ist schlecht im Fussball.

Nach Tiefpunkten wie der Niederlage gegen Vaduz waren Sie einer der Meistkritisierten, nach der Siegesserie zuletzt Anführer einer überragenden Abwehr. Was ist dazwischen passiert? In diesem Sport, vor allem in diesem Geschäft, ist es ratsam, nicht zu viel auf das Umfeld zu achten. Wenn wir zu Hause gegen Vaduz verlieren, ist das schlecht. Aber das bekommen wir genug zu hören. Untereinander müssen wir die gemachten Fehler analysieren, aber dann sofort wieder mit Selbstvertrauen ans Werk gehen.

Wie sieht dabei Ihre Rolle als Captain aus? Mein Job ist es, nicht alles schlecht- und nicht alles gutzureden. Und natürlich bin ich auch da, um zu schreien, wenn man das muss.

War das zuletzt oft nötig? Nein. Denn einerseits haben wir sportlich zuletzt überzeugt, andererseits wirkt diese Siegesserie (sieben Wettbewerbsspiele im November und Dezember/die Red.) noch immer nach – die Stimmung ist hervorragend.

Saisonziel ist Rang 3. Von dort weg steigt man bereits in die Rückrunde. Das Ziel muss sein, Basel anzugreifen. Der Rückstand beträgt acht Punkte. Auf den FC Zürich waren es sogar einmal neun, und jetzt sind wir gleichauf. Aber ich denke, Platz 3 zu verteidigen, ist ein guter Vorsatz. Wir werden schnell sehen, wo wir stehen, in zwei Wochen spielen wir schliesslich gegen Basel.

Gegen den Meister wurde YB auch in der Hinrunde zweimal unter Wert geschlagen. Ich habe mit YB gegen Basel zwar erst einmal gewonnen (dazu ein Remis und vier Niederlagen seit Sommer 2013/die Red.) – aber wir haben immer ansprechend gespielt. So muss man das Spiel angehen, nicht andersrum.

Nach dem Auftakt heute gegen Luzern kommen GC und Basel, dann der Sechzehntelfinal in der Europa League gegen Everton – ein Aufwärmprogramm sieht anders aus. Das brauchen wir auch nicht. Wir trainieren jetzt schon einen Monat lang ohne Ernstkampf und sind alle froh, geht es endlich los. Da darf es schon mal Schlag auf Schlag gehen.

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