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«Es gibt nicht viel Besseres als Dortmund»

Borussia Dortmund bodigt die Bayern. Mitten drin die beiden Schweizer Manuel Akanji und Marwin Hitz.

Lucien Favre jubelt über den Sieg im Spektakel-Spiel gegen die Bayern.
Lucien Favre jubelt über den Sieg im Spektakel-Spiel gegen die Bayern.
AP Photo/Martin Meissner
Die Führungsriege der Bayern um Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge sind nach dem Spiel bedient.
Die Führungsriege der Bayern um Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge sind nach dem Spiel bedient.
AP Photo/Martin Meissner
In der ersten Hälfte zeigte der Oldie aus Frankreich, was er noch drauf hat. Bayern spielte den BVB teils an die Wand.
In der ersten Hälfte zeigte der Oldie aus Frankreich, was er noch drauf hat. Bayern spielte den BVB teils an die Wand.
EPA/FRIEDEMANN VOGEL
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Es wird geflucht, gespuckt und gepoltert – bis die Wände wackeln. Der Gang zur Garderobe ist für die Bayern ein besonderer Leidensweg. 2:3 in Dortmund, neu sieben Punkte Rückstand, ein Desaster. Die Qual ist für die Stars des deutschen Rekordmeister fast unerträglich und kommt einem Gesichtsverlust gleich. «Wir lassen uns zweimal auswärts auskontern, das darf nicht passieren», moniert Bayern-Coach Niko Kovac später mit düsterer Miene.

Auf der anderen Seite die gelb-schwarze Glückseligkeit: laute Jubelschreie, kräftige Schulterklopfer und herzliche Umarmungen. Die beiden Kabinen in den Katakomben der Dortmunder Arena trennen nur zehn Meter – und doch liegen an diesem Samstagabend Welten dazwischen. Der Stimmungsbarometer fühlt sich in Stereo wie zwischen Himmel und Hölle an.

Klack, klack. Zuerst hört man nur die Schuhe. Klack, Klack. Grasfetzen fallen von den Nocken als Manuel Akanji nach dem Triumph beschwingt und leichtfüssig die Treppe hochkommt und im Bauch des Stadions auf dem Monitor in der Interviewzone die aktuelle Rangliste der Bundesliga sieht. «Die Tabelle gefällt mir», sagt der Schweizer Verteidiger stolz und lächelt.

Dortmund 27 Punkte, Mönchengladbach 23, Bayern München 20. «Die Bayern wollten zeigen, dass sie die Nummer 1 sind, aber wir haben eine starke Leistung zeigt», sagt Akanji. Es war vor allem eine starke Reaktion nach der ersten Halbzeit und dem 0:1 Rückstand. «Favre wusste, dass die Bayern das Tempo nicht halten können.»

Der helle Wahnsinn

Obwohl das Team von Niko Kovac auf den Ausgleichstreffer umgehend mit dem 2:1 reagiert, fallen die Gäste in ein Leistungsloch und kassieren prompt das zweite Tor von Reus. «Es war ein geiles Spiel», sagt der Mann des Spiels später. «Man hatte das Gefühl, dass wir mehr Luft hatten und zulegen konnten.» Augenfällig: Der für Mario Götze eingewechselte Paco Alcacer liess die Abwehr auf dem Weg zum 3:2 praktisch stehen.

Ein Grossteil der über 81'000 Zuschauern feiert den Sieg fast wie den Gewinn der Meisterschaft. «Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer», findet Marwin Hitz, der als Goalie Nummer 2 an diesem Samstagabend den angeschlagenen Bürki ersetzt und die Atmosphäre in der Arena als «der helle Wahnsinn» beschreibt. Wie Akanji sagt auch er: «Es gibt weltweit wohl nicht viel Besseres als Dortmund.»

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