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«Es geht nicht darum, jemanden zu beschuldigen»

FCZ-Trainer Urs Meier wollte sich eigentlich nicht mehr zum Fall Da Costa äussern. Trotzdem gab es an der Medienkonferenz zum Luzern-Spiel eigentlich nur dieses Thema.

Seine Degradierung sorgt seit Tagen für Wirbel: David da Costa.
Seine Degradierung sorgt seit Tagen für Wirbel: David da Costa.
Keystone

FCZ-Trainer Urs Meier bemühte sich an der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel gegen den FC Luzern redlich, den zahlreich erschienenen Journalisten seine Sicht der Dinge schmackhaft zu machen: dass die Degradierung von David da Costa rein sportliche Gründe habe. Da Costa, der sich im Sommer einen neuen Verein suchen soll, sei ein guter Goalie, habe sich aber zu häufig Fehler geleistet. Welche wollte Meier erst nicht sagen, um dann nach mehrfachem Nachfragen auf zwei Patzer bei Flanken im letzten Meisterschaftsspiel gegen YB hinzuweisen.

«Ich möchte festhalten, dass es nicht darum geht, jemanden zu beschuldigen oder für ungenügende Resultate verantwortlich zu machen. Vielmehr habe ich eine Entscheidung für die Zukunft getroffen, weil Yannick Brecher aussergewöhnliches Potenzial besitzt und ich in ihm den absoluten Topgoalie für den FC Zürich sehe. Und wenn ich ihm mein Vetrauen schenke, kann ich nicht gleichzeitig einen anderen Keeper bringen», erklärte Meier.

Dass Brecher im Sommer trotzdem an den FC Wil verliehen wurde, habe einen einfachen Grund: «Damals war er noch nicht so weit.» Nun habe der 21-Jährige in der Challenge League Erfahrung gesammelt und besitze das volle Vertrauen von Trainer, Mannschaft und Vereinsleitung. Gegen Luzern steht der Rückkehrer erstmals als Nummer 1 im Tor des FC Zürich, Da Costa sitzt dagegen nicht einmal mehr auf der Ersatzbank. «Er wird das Spiel im Stadion oder daheim mit der Familie anschauen. Es wird ja am Fernsehen gezeigt», sagte Meier. Im Training ist der Geschasste weiter Teil der ersten Mannschaft.

Immer wieder wurde der Chefcoach des FCZ gefragt, ob es nicht doch Irritationen zwischen ihm und Da Costa gegeben habe. Und immer wieder blockte Meier ab. Er rede grundsätzlich nicht über interne Vorfälle, sollte es denn welche gegeben haben. Dass sich ein Spieler im «SonntagsBlick» anonym über die Zustände beim FCZ beschwerte, sei aber natürlich alles andere als förderlich für die Entwicklung seiner Mannschaft.

Zu sehr will sich Meier mit dem Vorfall nicht beschäftigen: «Seit ich Cheftrainer bin, sind Interna rausgegangen, das kann man als Trainer nicht verhindern. Ich verwende meine Energie aber sicher nicht darauf, jene zu finden, die heimlich mit den Medien reden.»

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