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Erst der Penalty-Flop, dann der Abbruch

Die Super-League-Partie zwischen Sion und St. Gallen muss nach 67 Minuten abgebrochen werden – zu dichter Schneefall.

Schlechte Sicht, starke Parade: St. Gallens Goalie Lopar ist bei Pa Modous Penalty in der richtigen Ecke.
Schlechte Sicht, starke Parade: St. Gallens Goalie Lopar ist bei Pa Modous Penalty in der richtigen Ecke.
Keystone

Schiedsrichter Stephan Studer entschied sich wegen des dichten Schneefalls im Wallis, das Spiel Sion – St. Gallen nach 67 Minuten beim Stand von 0:0 abzubrechen.

«Die Sicherheit der Spieler war nicht mehr gewährleistet. Sie sind gerutscht, das Risiko von Verletzungen war zu gross», sagte der Westschweizer Referee gegenüber dem Teleclub. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und immer stärker werdendem Schneefall wurden zusammenhängende Aktionen zunehmend Mangelware. Nach der gelben Karte gegen Mickaël Facchinetti, der bei normalen Umständen wohl den Ball und nicht den Gegenspieler getroffen hätte, entschied Studer dann, dem Treiben ein Ende zu setzen. Ob die Partie fortgesetzt oder komplett wiederholt wird, konnte Studer im TV-Interview nicht sagen.

St. Gallens Trainer Jeff Saibene wunderte sich erst, dass die verbleibenden 23 Minuten nicht zu Ende gespielt wurden, sagte dann aber, er könne mit dem Entscheid leben und diesen nachvollziehen. Vielleicht war der Luxemburger durch die tiefen Temperaturen wieder etwas besänftigt. Denn kurz vor der Pause hatte sich der St. Galler Coach heftig darüber enerviert, dass Studer nach einer Aktion von Daniel Sikorski im eigenen Strafraum auf den Penaltypunkt zeigte. Studer hatte das angebliche Hands des österreichischen Stürmers gar nicht bemerkt und erst auf Intervention seines Assistenten eingegriffen.

Wie schon am letzten Wochenende beim 1:1 in Basel profitierte Sion also von einem grosszügigen Penalty. Dieses Mal scheiterte der erneut aufreizend langsam anlaufende Pa Modou aber am Keeper, Daniel Lopar wehrte den Versuch des Sittener Verteidigers ab. Es war aus Sittener Sicht der negative Höhepunkt eines weitgehend harmlosen Auftritts. Didier Tholot hatte sich sein erstes Heimspiel als Trainer im Tourbillon seit fast vier Jahren anders vorgestellt. Denn vor dem vergebenen Penalty des Heimteams besass St. Gallen die grossen Chancen. Geoffrey Tréand und Stéphane Besle scheiterten in der 29. Minute innert weniger Sekunden aus guter Position am glänzend reagierenden Sittener Keeper Andris Vanins.

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