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Energie für drei Halbzeiten

In der 1. Liga startet Münsingen morgen Samstag in die neue Saison. Angreifer Luca Lavorato gehört beim FCM fast schon zum Inventar.

Kampf- und laufstark, torgefährlich und voller Leidenschaft: Luca ­Lavorato ist einer der Schlüsselspieler des FC Münsingen.
Kampf- und laufstark, torgefährlich und voller Leidenschaft: Luca ­Lavorato ist einer der Schlüsselspieler des FC Münsingen.
Andreas Blatter

Wenn Luca Lavorato auf dem Fussballplatz mit seinen raumgreifenden Schritten den Bällen hinterherflitzt, erinnert er mit seiner Energie an den Duracell-Hasen aus der legendären TV-Werbung für den Batteriehersteller.

Der offensive, äusserst wendige und agile Flügelspieler des Erstligisten FC Münsingen wirkt in seinen Aktionen unermüdlich, ist permanent auf Achse, strotzt vor Tatendrang und sprintet mit seinem leicht nach vorn gebeugten Oberkörper auch in der 90. Minute noch mit dem Elan und der Kraft, als ob er Reserven für eine weitere Halbzeit hätte.

«Mein grosses Vorbild als Jugendlicher war Pavel Nedved», erklärt Lavorato. Das passt. Wie der tschechische Mittelfeldspieler, der im Jahr 2003 zu Europas Fussballer des Jahres gekürt worden war, lebt auch der in Rüfenacht bei Worb aufgewachsene Sohn italienischer Eltern von seinem unbändigen Kampfgeist, seinem Einsatz, der Ausdauer und der spielerischen Leichtigkeit, mit der er zu jedem Zeitpunkt fähig erscheint, einen Treffer zu erzielen.

«Ein grossartiger Verein»

«Ich fühle mich beim FC Münsingen extrem wohl. Das ist ein grossartiger Verein», sagt Lavo­rato. Der 28-Jährige schätzt die ruhige, familiäre Atmosphäre im Aaretal und die Tatsache, dass der Grossteil des Kaders mittlerweile schon seit einigen Jahren zusammen spielt. «Da sind richtige Freundschaften entstanden. Es macht zudem grossen Spass, in einer Mannschaft zu spielen, in der jeder für den anderen kämpft und sich keiner als Star fühlt», sagt der torgefährliche Angreifer, der in den letzten zwei Saisons mehr als 20 Treffer für die Aaretaler verbuchte. Zudem schätzt Lavorato die Zusammenarbeit mit dem Kulttrainer Kurt Feuz: «Er ist als Coach hart, aber äusserst ehrlich und neben dem Platz ein ganz feiner Mensch.»

Lavorato hat sein fussballerisches Glück in Münsingen gefunden. Obschon er als Junior alles darangesetzt hatte, Profifussballer zu werden – «es war mein ganz grosser Traum» – würde er rückblickend nichts anders machen, wenn er nochmals im Teenageralter wäre. «Ich habe immer alles gegeben, kann mir wirklich nichts vorwerfen, es hat einfach nicht ganz gereicht», sagt er.

In der U-21-Equipe des FC Thun stand Frohnatur Lavorato an der Schwelle zum Fanionteam, durfte regelmässig mit den Profis mittrainieren, gelangte in der Saison 2008/2009 als Einwechselspieler sogar zu vier Einsätzen in der Challenge League. Doch als zum 1. Juli 2009 Murat Yakin die Geschicke bei den Berner Oberländern als Trainer übernahm, platzte auch Lavoratos Herzenswunsch.

Yakin brachte einige Spieler mit, setzte auf andere hoffnungsvolle Akteure, für Lavorato war kein Platz mehr in der ersten Mannschaft. «Das war ein harter Moment, aber die Welt ging nicht unter», sagt der 1,70 Meter grosse Flügel, dessen Wurzeln in der Nähe von Neapel liegen. Also wechselte er Anfang 2010 zum FCM, dem er seither die Treue hält.

Die neunte Saison beim FCM

Mit den Aaretalern geht Wirbelwind Lavorato schon in seine neunte Saison. Beim FCM gehört der sympathische Italoschweizer, der «Freizeit mit Freunden verbringen» als sein grösstes Hobby bezeichnet, längst zum Inventar, ist einer der absoluten Schlüsselspieler.

Und wenn der FC Münsingen am Samstagnachmittag (17 Uhr) zum Start der 1.-Liga-Saison auswärts auf den Sportclub Buochs treffen wird, können sich Trainer Feuz und die Teamkameraden sicher darauf verlassen, dass Luca Lavorato im Angriff leidenschaftlich rennen, kämpfen und alles versuchen wird. Mit der Energie des Duracell-Hasen.

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