Zum Hauptinhalt springen

Emotionen und Geschenke auf der Maladière

Steve von Bergen über das letzte Spiel gegen seinen Heimatverein Xamax.

Steve von Bergen mit seinem Freund Raphaël Nuzzolo und Xamax-Goalie Laurent Walthert.
Steve von Bergen mit seinem Freund Raphaël Nuzzolo und Xamax-Goalie Laurent Walthert.
Claudio de Capitani/freshfocus

Als Steve von Bergen irgendwann Ende März nach vielen Gesprächen mit Familie und Freunden zum Entschluss kam, Ende Saison zurückzutreten, begann für ihn die Abschiedstournee durch die Schweizer Fussballstadien. Das letzte Mal gegen St. Gallen spielen, das letzte Mal gegen Thun, das letzte Mal in Luzern. Als der 35-Jährige seine Pläne am 11. April publik machte, wurde auch der Öffentlichkeit bewusst, dass sich von Bergen nur noch rund sechs Wochen die Fussballschuhe schnüren wird, dass nach 19 Jahren eine grosse Karriere zu Ende gehen wird.

Drei Tage später, als die Young Boys als alter neuer Meister nach Zürich reisten, feierten die Fans ihren Captain nach Spielschluss minutenlang, ebenso, als das Team nach der Rückkehr nach Bern im Stade de Suisse die Meisterparty startete. Von Bergen war sichtlich gerührt, als er das Mikrofon ergriff und ein paar Worte an die Fans richtete.

Nicht jedes letzte Spiel wird in den nächsten Wochen gleich emotional sein für den Neuenburger, dasjenige am Sonntag gegen seinen Jugendclub Xamax war es dafür aber ganz besonders. Vor dem Spiel überreichte ihm Xamax-Präsident Christian Binggeli ein eingerahmtes Trikot, nach der Partie skandierten die einheimischen Fans seinen Namen.

Von Bergen steht nicht gern im Mittelpunkt. Das entspricht nicht seinem Naturell, nach dem er stets das Kollektiv in den Fokus rückt. Am Sonntag kommt er jedoch nicht darum herum, über die spezielle Bedeutung dieser Partie zu sprechen, darüber, dass er als kleiner Junge immer den Traum hegte, einst für Xamax zu spielen, und dass er in seiner Karriere mehr erreicht habe, als er sich hätte erträumen können.

«Hier hat alles angefangen. Es war schon sehr emotional, hier ein letztes Mal zu spielen», sagte von Bergen, der sich trotz aller Verbundenheit nicht über den 1:0-Erfolg und die wichtigen Punkte im Abstiegskampf für Xamax freuen mochte. «Jetzt bin ich noch Captain von YB, und dass wir verloren und zum ersten Mal nach 60 Spielen kein Tor geschossen haben, ist schade. Aber es musste einmal kommen.»

Als von Bergen das sagt, spricht wenige Meter daneben sein Freund Raphaël Nuzzolo darüber, wie mühsam Xamax für alle Gegner zu spielen sei. Von Bergen schaut rüber und sagt mit einem Schmunzeln: «Aber am meisten nervt mich, dass mir Nuzz nun das ganze Leben wird unter die Nase reiben können, dass er das letzte Spiel gegen mich gewonnen hat.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch