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Einige Fragezeichen bei den Young Boys

Ohne Verletzte steigt YB am Montag ins Jahr 2015. Mehrere Akteure des Teams sind umworben.

Bei winterlichen Temperaturen haben die Berner Young Boys am Montag den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen.
Bei winterlichen Temperaturen haben die Berner Young Boys am Montag den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen.
Urs Baumann
Seinen Einstand gab Taulan Sulejmanov. Der 18-jährige Mazedonier wurde im Winter verpflichtet.
Seinen Einstand gab Taulan Sulejmanov. Der 18-jährige Mazedonier wurde im Winter verpflichtet.
Urs Baumann
Die Spieler trainieren wieder, während YB-Sportchef Fredy Bickel im Hintergrund am Kader feilt.
Andreas Blatter
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Am Montag startet YB ins Fussballjahr 2015. Und zum ersten Mal seit langer Zeit haben die Berner keine Verletzten zu beklagen. «Das ist eine schöne Situation», sagt Fredy Bickel. Der Sportchef freut sich auf den Konkurrenzkampf – mit Matias Vitkieviez, Alexander Gerndt und Marco Bürki kehren die letzten, lange verletzt gewesenen Akteure ins Training zurück.

Allerdings ist noch nicht klar, in welcher Besetzung YB die Rückrunde bestreiten wird. Einerseits sollen junge Akteure wie Helios Sessolo und Thomas Fekete in die Challenge League ausgeliehen werden – und andererseits sind mehrere Spieler nach wie vor ein Thema bei anderen Klubs.

Steffen und Hoarau gefragt

Fast täglich etwa werden Renato Steffen und Guillaume Hoarau in der Gerüchteküche mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht. «Wir wollen das Kader zusammenhalten», sagt Bickel. «Und ich bin optimistisch, dass uns das gelingen wird. Ich habe mit den Spielern vor Weihnachten gute Gespräche gehabt. Wir haben in der Rückrunde einiges vor und dürfen in der Europa League spielen. Das ist ein Anreiz.»

Allerdings ist Bickel bewusst, dass ein Fussballer schwierig zu halten ist, wenn er anderswo den vielfachen Lohn verdienen kann. Flügelflitzer Steffen wird vor allem in der Bundesliga als Zuzug gehandelt, während der französische Stürmer Hoarau in seiner Heimat von Ligue-1-Klubs umworben wird. Hoarau verlängerte seinen Vertrag bei YB kürzlich bis Ende Saison, es gefällt ihm in Bern – so darf man gespannt sein, wie es mit ihm weitergeht. «Wir sind nicht in der Defensive», sagt Sportchef Bickel, «die Spieler haben bei uns einen Vertrag.»

Was macht Costanzo?

Offizielle Anfragen aus dem Ausland hat YB bisher weder für Steffen noch für Hoarau oder einen anderen, talentierten Akteur wie Yvon Mvogo, Florent Hadergjonaj und Sékou Sanogo erhalten. Interessenten gibt es aber offenbar für Moreno Costanzo. Der Regisseur sass während der Sieben-Spiele-Siegesserie von YB Ende Vorrunde grösstenteils auf der Ersatzbank. Möglicherweise wechselt Costanzo in der Super League den Arbeitgeber (Aarau, Luzern, St.Gallen) oder geht ins Ausland. «Wir möchten Costanzo behalten», sagt Bickel dazu, «er ist ein guter Fussballer.»

Ziegler ist ein Kandidat

In der Offensive besitzen die Young Boys durch die Rückkehr von Vitkieviez und vor allem Angreifer Gerndt bald noch mehr Möglichkeiten. Zudem stösst der junge mazedonische Nationalspieler Taulant Sulejmanow neu zum Team. Der 18-Jährige ist ein vielseitig einsetzbarer Stürmer. Nicht dabei sein werden heute zum Trainingsauftakt jene Spieler, die militärische Pflichten erfüllen – dazu gehören die Torhüter Mvogo und Marco Wölfli, aber auch Captain Steve von Bergen. Vom 14. bis 25.Januar werden die Young Boys ihr Trainingslager in Belek (Türkei) abhalten.

Die Vereinsverantwortlichen wollen in den nächsten Wochen und Monaten genau beobachten, wer sich für eine Weiterbeschäftigung aufdrängt – zahlreiche Kontrakte enden ja im Sommer. «Verlässt uns bereits jetzt einer, sind wir bereit, zu reagieren», sagt Bickel. Linksverteidiger Jan Lecjaks, dessen Vertrag ausläuft, ist auch ein Wechselkandidat. Der langjährige Schweizer Nationalspieler Reto Ziegler, der sich zuletzt bei Servette fit hielt, ist vereinslos und wäre ein Kandidat, um Lecjaks zu ersetzen – falls die Gehaltsvorstellungen Zieglers nicht zu hoch sind.

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