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«Defensiv gut und körperlich stark»

Nordirland heisst der Gegner in der WM-Barrage. Die Gefühlslage der Schweizer Fussballer nach der Auslosung.

Knacknuss: Stephan Lichtsteiner kennt die Vorzüge des Playoff-Gegners. (Video: Tamedia)

Die Reaktionen der Schweizer Nationalspieler auf das WM-Playoff-Los Nordirland fielen verhalten optimistisch aus. Die Protagonisten rechnen unisono mit harter physischer Gegenwehr.

Der Kurzbeschrieb Nordirlands von Juventus-Verteidiger Stephan Lichtsteiner passt zum rustikalen Gegner: «Gute Defensive, körperlich stark.» Der Captain weiss, was in seinen Länderspielen 95 und 96 auf ihn und seine Kollegen zukommt: «Zwei schwere Partien.»

Xhakas Vorfreude

Granit Xhaka freut sich uneingeschränkt auf das Duell mit den zähen Nordiren. Ihre Spielweise liegt ihm offensichtlich: «Für mich ist das ein ganz, ganz gutes Los. Die Mannschaft hat in der Qualifikation zwar überrascht, aber die Aufgabe ist auf jeden Fall machbar», meldet der Arsenal-Professional aus London.

«Ich freue mich auf diese beiden Finalspiele», sagt Xhaka zur Nachrichtenagentur sda. Über den Stil des nächsten Gegners weiss er ziemlich genau Bescheid: «Ihr Spiel gegen Deutschland habe ich am TV verfolgt: sehr physisch, viele lange Bälle.» In der Premier League ist er bislang nur wenigen Nordiren begegnet – das Gros müht sich in tieferen Regionen ab, bei Millwall, Blackburn oder in Sheffield.

Auf nach Belfast: Der ehemalige Real-Madrid-Spieler Fernando Hierro zieht Nordirland aus dem Lostopf. (17. Oktober 2017)
Auf nach Belfast: Der ehemalige Real-Madrid-Spieler Fernando Hierro zieht Nordirland aus dem Lostopf. (17. Oktober 2017)
Fabrice Coffrini, AFP
Realistisch: Stephan Lichtsteiner unterschätzt den Barrage-Gegner von der Insel nicht. (10. Oktober 2017)
Realistisch: Stephan Lichtsteiner unterschätzt den Barrage-Gegner von der Insel nicht. (10. Oktober 2017)
Laurent Gilliéron, Keystone
Maskotchen mit Moderatoren Vanessa Huppenkothen (l.) und Fernando Hierro (r.) und den Coaches von sieben der acht Teams (v.l.): Martin O'Neil (Irland), Gabriele Oriani (Italien), Michael Skibbe (Griechenland), Michael O'Neil (Nordirland), Zlatko Dalic (Kroatien), Jan Olof Andersson (Schweden) und der Schweizer Trainer Vladimir Petkovic. Der Coach der Dänen, Age Hareide, fehlt.
Maskotchen mit Moderatoren Vanessa Huppenkothen (l.) und Fernando Hierro (r.) und den Coaches von sieben der acht Teams (v.l.): Martin O'Neil (Irland), Gabriele Oriani (Italien), Michael Skibbe (Griechenland), Michael O'Neil (Nordirland), Zlatko Dalic (Kroatien), Jan Olof Andersson (Schweden) und der Schweizer Trainer Vladimir Petkovic. Der Coach der Dänen, Age Hareide, fehlt.
Christian Merz, Keystone
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Sommers realistische Einschätzung

Zu unterschätzen sei eine Mannschaft, die in der bisherigen Kampagne sieben von zehn Partien ohne Gegentor überstanden hat, unter keinen Umständen, so Yann Sommer. Der Mönchengladbach-Keeper erwartet in Belfast eine aussergewöhnlich gute Atmosphäre und einen Gegner, «der in jede Partie mit einer riesigen Mentalität geht, der zweikampfstark ist und über die Leidenschaft kommt».

Sommer geht von einer «richtig schwierigen» Aufgabe aus: «Dass der Weg an eine Endrunde kein Spaziergang ist, ist aber sowieso klar. Wir werden uns sehr gut vorbereiten und freuen uns auf diese Challenge.» Die Chance, sich erneut für eine WM zu qualifizieren, taxiert er gegenüber der SDA als «sehr gross».

Schärs Kompliment – Skibbes Warnung

Abwehrchef Fabian Schär ist selbstredend die gute Abwehrarbeit der Insulaner aufgefallen: «Die Nordiren haben sehr wenige Gegentore erhalten in der Qualifikation.» Sechs in zehn Partien, fünf davon gegen den Weltmeister Deutschland. Und ihre Heimstärke sei ebenfalls ein Faktor: «Das Auswärtsspiel im Hexenkessel wird sehr hart.»

Michael Skibbe, knapp eineinhalb Saisons bei den Grasshoppers engagiert und seit Oktober 2015 Coach der griechischen Nationalmannschaft, kennt die Schweizer Mechanismen gut und kann auch die Qualität des Herausforderers einschätzen – in der letzten EM-Ausscheidung verlor der Ex-Europameister beide Partien gegen Nordirland. «Auf dem Papier sind die Schweizer das bessere Team, aber jetzt beginnen alle wieder bei null. Die Nordiren verteidigen extrem geschickt, und bei Freistössen und Eckbällen wirds heiss werden im Strafraum des Favoriten», so Skibbe auf Anfrage.

SDA/fal

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