Zum Hauptinhalt springen

Eine einzigartige Möglichkeit für PSG

Vor dem Rückspiel gegen Real spricht vieles gegen PSG. Dennoch haben die Pariser einen Plan – und Dani Alves eine Abmachung mit dem verletzten Superstar Neymar.

Der totale Marktwert des Kaders von Real Madrid beträgt 858,5 Millionen Euro. 703 Millionen standen im Hinspiel gegen PSG auf dem Feld. Interessant ist dabei, dass die hochdotierten Spieler Madrids fast durchgehend aus dem Ausland kommen, beispielsweise Toni Kroos, der einen Wert von 80 Millionen Euro aufweist und somit der teuerste deutsche Spieler der Geschichte ist. Die Spanier im Kader haben mit wenigen Ausnahmen (Isco, Ramos) einen relativ tiefen Marktwert.
Der totale Marktwert des Kaders von Real Madrid beträgt 858,5 Millionen Euro. 703 Millionen standen im Hinspiel gegen PSG auf dem Feld. Interessant ist dabei, dass die hochdotierten Spieler Madrids fast durchgehend aus dem Ausland kommen, beispielsweise Toni Kroos, der einen Wert von 80 Millionen Euro aufweist und somit der teuerste deutsche Spieler der Geschichte ist. Die Spanier im Kader haben mit wenigen Ausnahmen (Isco, Ramos) einen relativ tiefen Marktwert.
Reuters
Im Vergleich mit Real weist das gesamte Kader von Paris Saint-Germain einen fast identischen Marktwert auf: 858,6 Millionen Euro. Die Mannschaft, die vor zwei Wochen in Madrid auf dem Feld stand, hatte dabei einen Marktwert von 584 Millionen Euro. Auffallend ist, dass Paris viele Spieler mit einem durchschnittlichen Marktwert hat und nur wenige mit einem sehr hohen.
Im Vergleich mit Real weist das gesamte Kader von Paris Saint-Germain einen fast identischen Marktwert auf: 858,6 Millionen Euro. Die Mannschaft, die vor zwei Wochen in Madrid auf dem Feld stand, hatte dabei einen Marktwert von 584 Millionen Euro. Auffallend ist, dass Paris viele Spieler mit einem durchschnittlichen Marktwert hat und nur wenige mit einem sehr hohen.
Reuters
PSG erzielte 2016/2017 einen Umsatz von 486,2 Millionen Euro. Interessant ist vor allem der Aufstieg des Hauptstadtclubs in den Kreis der wertvollsten Fussballmarken. Erstmals erschien er in diesem nach der Übernahme durch den katarischen Staatsfonds 2011. In dieser Saison vergrösserte sich der Wert um mehr  als 130 Millionen Euro.
PSG erzielte 2016/2017 einen Umsatz von 486,2 Millionen Euro. Interessant ist vor allem der Aufstieg des Hauptstadtclubs in den Kreis der wertvollsten Fussballmarken. Erstmals erschien er in diesem nach der Übernahme durch den katarischen Staatsfonds 2011. In dieser Saison vergrösserte sich der Wert um mehr als 130 Millionen Euro.
Keystone
1 / 25

Fussball ist auch ein Gemütszustand. Und wer es vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid mit den Interessen von Paris Saint-Germain halten sollte, das einen 1:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen muss, dürfte sich glücklich schätzen, dass die Führung der von Katar milliardenschwer subventionierten Gruppe nicht nur auf den Schultern ihres Trainers Unai Emery ruht. Sondern dass es bei PSG auch Spieler gibt wie den brasilianischen Rechtsverteidiger Dani Alves.

Video: Hier verlässt Neymar das Spital nach seiner OP

Vorsichtig: Der Brasilianer betritt mithilfe seiner Begleiter einen Privatjet. Video: Tamedia

Montagmittag sassen beide im Untergeschoss des Prinzenpark-Stadions, im heillos überfüllten Medienraum. Und natürlich kam die Sprache auf Neymar, der am Samstag operiert worden war: toujours Neymar, immer wieder Neymar, der 222-Millionen-Euro-Einkauf des vergangenen Sommers. «Alle sind dabei», sprach also Emery, senkte dabei die Stimme und verzog das Gesicht, «ausser Neymar.»

Alves hingegen, der dreimal die Champions League mit Barcelona gewonnen hat: Überzeugung in Reinform, wache Augen, fest im Ton. «Es gibt immer zwei Möglichkeiten: Entweder du setzt dich hin und weinst. Oder du stehst auf und kämpfst. Ich entscheide mich immer für die zweite Möglichkeit», sagte er. Man stehe vor der «einzigartigen Möglichkeit, als Club und Team einen Schritt nach vorn zu tun. Und die Statistik besagt, dass du dem Titelgewinn sehr nahe kommst, wenn du den Titelverteidiger ausschaltest ...», fügte der Brasilianer hinzu.

Vielleicht geht es sogar besser

PSG ist ein Team, das meist mit Neymar, aber auch schon ohne ihn nur Siege im Prinzenpark eingefahren hat. Das im vergangenen Jahr den FC Barcelona im Hinspiel des Achtelfinals mit 4:0 schlug. Das den FC Bayern in der diesjährigen Gruppenphase auseinandernahm. Es ist ein Team, das einen eigenen Stolz hat und das nun vor der Chance steht, der Welt zu zeigen, dass all der Hype um Neymar, dieses toujours Neymar, übertrieben ist. Dass man ohne ihn funktioniert. Vielleicht sogar besser.

Doch Neymars Ausfall bewirkt in Paris noch anderes. Auch von den atmosphärischen Störungen ist keine Rede mehr, die sich bei PSG nach dem Hinspiel in Madrid aufgetan hatten. Edinson Cavani war ausser sich, dass er im Bernabéu ausgewechselt worden war; die Frauen von Thiago Silva und Angel Di Mara überzogen Trainer Emery mit hämischen Tweets, weil ihre Gatten nur auf der Reservebank hatten Platz nehmen dürfen. Auch die Rückkehr des zuletzt wegen einer leichten Blessur geschonten 180-Millionen-Einkaufs Kylian Mbappé gilt als sicher.

Jenseits davon aber wird an der Seine statt Zwist nun die «heilige Eintracht» beschworen: So lautete am Montag die Schlagzeile der Sportzeitung «L'Equipe». Und das schliesst explizit die Ultras von PSG ein. Die Clubführung erlaubte ihnen den Zugang zum Trainingsgelände und animiert sie dazu, heute das Prinzenpark-Stadion in ein Inferno zu verwandeln.

Gerne im Scheinwerferlicht

Dani Alves behagt die Debatte offenkundig nicht. «Ich mag es nicht, wenn man den Fokus auf andere Dinge legt, ich mag keine Ausreden. Ich mag es, wenn der Scheinwerfer auf mir ruht, denn das ist das Zeichen dafür, dass ich gut arbeite», sagte Alves – der auch verriet, dass er täglich mit Neymar telefoniere und sich mit ihm für die nächsten Champions-League-Runden verabredet habe. «Normalerweise halten wir unsere Absprachen ein ...», sagte Alves.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch