Zum Hauptinhalt springen

Ein Stier mit einem weichen Herzen

Raúl Bobadilla unterschrieb gestern bei den Young Boys einen Vertrag bis Sommer 2014 mit Option für ein weiteres Jahr. Der Stürmer aus Argentinien ist trotz seiner bulligen Erscheinung ein Spieler, der viel Zuwendung und Vertrauen benötigt.

M wie muskulös – oder Marcelo: Raúl Marcelo Bobadilla trägt seine Initialen als Tattoos am Hals. Der Stürmer erhielt gestern das YB-Trikot mit der Rückennummer 9. Erstmals wird er es am Dienstag, im Test gegen GC, tragen.
M wie muskulös – oder Marcelo: Raúl Marcelo Bobadilla trägt seine Initialen als Tattoos am Hals. Der Stürmer erhielt gestern das YB-Trikot mit der Rückennummer 9. Erstmals wird er es am Dienstag, im Test gegen GC, tragen.
Urs Baumann

Ganz genau erklärt der YB-Mediensprecher am Freitag, wie man den Nachnamen des neuen Stürmers ausspricht («Bobadischa») und weshalb («In Argentinien wird das Doppel-l als ‹sch› ausgesprochen»). Offenbar ist er der Meinung, dass der Name von Raúl Bobadilla bald in aller Munde sein wird. Gestern wurde der 24-Jährige, der von Mönchengladbach zu den Young Boys stösst, in Bern vorgestellt. Bobadilla soll zu jenem Torjäger und Spektakelmacher avancieren, nach dem YB und die Anhänger seit dem Abgang des famosen Seydou Doumbia vor eineinhalb Jahren dürsten. Mit 18 Toren für GC setzte der Argentinier in der Saison 2008/2009 eine Marke in der Super League. In Deutschland lief es für den Angreifer dann nicht optimal, zum Stammspieler avancierte er in Mönchengladbach nicht. Zuletzt hiess es, er passe dort nicht in das System des Schweizer Trainers Lucien Favre. «Es gab überhaupt kein Problem mit Favre. Aber ich habe nicht genug gespielt. Deshalb suchte ich einen anderen Klub», sagt Bobadilla nun. Natürlich seien die Verhältnisse in der Super League nicht mit jenen in der Bundesliga zu vergleichen, doch bei YB seien die Chancen gross, europäisch zu spielen und sich zu präsentieren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.