Drei interne Kandidaten fürs Mvogo-Erbe

Wechselt Yvon Mvogo Ende Saison ins Ausland, steht bei YB schon ein Goalietrio bereit.

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Fabian Ruch

Auch bei YB weiss man, dass Yvon Mvogo Begehrlichkeiten im Ausland weckt. «Er spielt eine starke Saison und hat sich toll entwickelt», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Ob er im Sommer wechselt, ist schwierig zu sagen.» Bei den Young Boys besitzt Mvogo offiziell einen Vertrag bis 2018, aber offenbar hat sich der Verein abgesichert, damit der Goalie auch nächstes Jahr nicht gratis gehen kann.

Eine sehr hohe Ablösesumme, wie etwa bei YB-Aufbauer Denis Zakaria, ist bei Mvogo indes nicht zu erwarten, weil Torhüter im Schnitt günstiger sind. Interessiert sich aber ein Premier-League-Klub für den YB-Keeper, könnte ein Betrag um die 5 Millionen Franken erzielt werden. «Das ist Spekulation», sagt Spycher. «Wir werden die beste Entscheidung für den Spieler und uns treffen.»

Mit Marco Wölfli, dem 20-jährigen Dario Marzino (im Kader des U-21-Nationalteams) und dem an Winterthur verliehenen David von Ballmoos sind nächste Saison neben Mvogo drei weitere Goalies an YB gebunden.

Der Emmentaler von Ballmoos, 22 wie Mvogo, überzeugt in der Challenge League bei YB-Schreck Winterthur, im Cupviertelfinal im Stade de Suisse aber wurde er wie immer in diesem Wettbewerb vom gegen die Young Boys heraus­ragenden Matthias Minder vertreten. «Wir wären auch bei einem Abgang Mvogos auf der Torhüterposition sehr gut besetzt», sagt Spycher.

Wölflis Hoffnungen

Marco Wölfli, jahrelang die Nummer 1 bei YB, würde sich in der neuen Konstellation Hoffnungen machen, wieder zum Stammkeeper aufzusteigen. «Sonst müsste ich ja nicht mehr Fussball spielen», sagt der 34-Jährige, der bei Vertragsende 2019 genau 20 Jahre bei YB gewesen sein wird (mit einem kurzen, leihweisen Unterbruch in Thun).

Und sonst wäre der Routinier auch ein idealer Mentor für von Ballmoos, das nächste äusserst talentierte Produkt aus der Berner Goalieschule, die in den letzten 10 Jahren bereits drei Nationalkeeper produziert hat: Marco Wölfli, Roman Bürki, Yvon Mvogo.

Berner Zeitung

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