Die reale Angst vor seltsamen Dingen

Real Madrid steht nach dem 0:2 in Wolfsburg heute Abend im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League mit dem Rücken zur Wand. Die Deutschen trauen der Sache überhaupt nicht.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Wolfsburgs Abwehr mit den Schweizern Diego Benaglio im Tor und Ricardo Rodriguez als Linksverteidiger wird heute Abend in Madrid besonders gefordert sein. Real will und wird im ausverkauften Fussballtempel des Bernabéu-Stadions vor seinen heissblütigen Fans nach der 0:2-Pleite im Hinspiel ein Feuerwerk abbrennen.

Da entsteht eine aufgeputschte Atmosphäre, die in der Vergangenheit auch schon für seltsame Schiedsrichterentscheidungen sorgte. Auf dem Gegner lastet in Madrid jedenfalls stets ein enormer Druck, physisch und psychisch.

Heckings seltsame Äusserungen

Wenn man in Madrid spiele, sei auch ein 3:0 oder 4:0 kein Ruhekissen, sagt denn auch Wolfsburgs Sportdirektor Klaus Allofs, der ehemalige deutsche Nationalstürmer. «Wir müssen mehr als wach sein. Wir müssen alles richtig machen. Wir müssen mit seltsamen Entscheidungen klarkommen», warnt Allofs in der «Bild». Es würden Dinge passieren, an die man jetzt noch nicht glaube. «Lassen sie sich überraschen, Real bleibt der Favorit.»

Etwas seltsam mutete an, wie sich Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking an der Pressekonferenz in Madrid äusserte. «Ich glaube, wenn Real Madrid den Mythos nutzen und darauf hinweisen muss, dass er besteht, dann haben wir uns sehr viel Respekt erarbeitet», sagte der Deutsche. Er glaube nicht, dass im Spiel seltsame Dinge geschehen würden. «Seltsam wäre es nur, wenn wir gewinnen. Das wäre seltsam. Auch wenn das erste Spiel für uns gut gelaufen war.» In zwei Spielen sei Real immer der Favorit.

Reals Trainer Zinédine Zidane appellierte an seine Spieler, nicht in Hektik zu verfallen. Auch wenn es ein wichtiges Spiel sei, benötige man einen kühlen Kopf. «Wir werden das Spiel nicht in den ersten zehn oder 15 Minuten gewinnen. Es wird noch komplizierter, wenn Wolfsburg ein Tor macht, aber auch das könnte passieren.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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