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Die Hetzjagd gegen Ballack-Treter Boateng

Nach seiner rüden Attacke gegen Opfer Michael Ballack wird Kevin-Prince Boateng zur Zielscheibe der deutschen Fussball-Fans. Auf Online-Plattformen hat die Hatz gegen ihn üble Formen angenommen.

Nach der rüden Foul: Kevin-Prince Boateng kümmert sich um sein Opfer Michael Ballack.
Nach der rüden Foul: Kevin-Prince Boateng kümmert sich um sein Opfer Michael Ballack.
Reuters

Nach dem Foul Boatengs im FA-Cupfinal vom letzten Samstag und dem anschliessenden WM-Forfait von Ballack ist der Schrei der Empörung in der Bundesrepublik laut. Im Internet ist gar eine regelrechte Hetzjagd entstanden. «Die Intensität der Diskussion war zu erwarten, aber die auftretende Brutalität ist schockierend», erklärt Jan-Hinrik Schmidt vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Uni Hamburg gegenüber welt.de. Die Facebook-Gruppe «82'000'000 gegen Boateng!!!!» zählte nur einen Tag nach der Absage des Nationalmannschafts-Regissseurs für die WM in Südafrika 60'000 Mitglieder. Ausdrücke wie «Penner» oder «Schwein» sind noch Beleidigungen der gehobeneren Sorte, die man auf Twitter, Facebook oder diversen anderen Foren-Einträgen lesen kann.

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