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Die Fifa verklagt Blatter und Platini

Die Fifa hat bei den zuständigen Schweizer Gerichten Klage gegen Sepp Blatter und Michel Platini eingereicht. Es geht um die Rückzahlung von zwei Millionen Franken.

Müssen sich vor Gericht verantworten: Der ehemalige Fifa-Präsident Sepp Blatter und der ehemalige Vize-Präsident Michel Platini. (Bild: Keystone)
Müssen sich vor Gericht verantworten: Der ehemalige Fifa-Präsident Sepp Blatter und der ehemalige Vize-Präsident Michel Platini. (Bild: Keystone)

Der Weltfussballverband mit Sitz in Zürich hat heute Montag bei den zuständigen Schweizer Gerichten Klage gegen den ehemaligen Präsidenten Sepp Blatter und den ehemaligen Vizepräsidenten Michel Platini eingereicht und beantragt, die im Februar 2011 an Platini zu Unrecht gezahlten zwei Millionen Franken zurückzuerstatten.

Dies erfolgt auf den einstimmigen Beschluss der unabhängigen Governance Kommission der Fifa, in dem betont wurde, dass die Fifa verpflichtet ist, die von einem ehemaligen Offiziellen an einen anderen unrechtmässig gezahlten Beträge zurückzufordern. Das Bundesgericht hat bestätigt, dass dieses 2-Millionen-Franken-Geschenk als «ungerechtfertigte Zahlung» zu werten ist.

Die dubiose Zahlung hatte der ehemalige Uefa-Präsident vor acht Jahren vom damaligen Fifa-Präsident Blatter erhalten. Platini und Blatter hatten stets argumentiert, es habe sich bei dem Geld um eine verspätete Gehaltszahlung für Beratertätigkeiten gehandelt.

Das Geld soll wieder in den Fussball fliessen

Der 64-jährige Franzose war von der Ethikkommission der Fifa 2015 zunächst für acht Jahre für alle Fussball-Aktivitäten gesperrt worden. Die Strafe wurde später auf vier Jahre reduziert. Der 83-jährige Blatter war nach der Zahlung an Platini ebenfalls gesperrt worden, seine Sperre läuft noch bis 2021. Platini galt zuvor als Favorit auf die Nachfolge von Blatter als Präsident des Weltverbandes. Nach seinem Ausschluss setzte sich überraschend sein ehemaliger enger Vertrauter Gianni Infantino bei der Wahl zum Fifa-Chef durch.

Sollte die Fifa vor Gericht erfolgreich sein und die Gelder eingezogen werden, soll die gesamte Summe (inklusive den Zinsen) wieder vollständig in die Entwicklung des Fussballs fliessen.

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