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Der unverwüstliche Kehrli

Breitenrain ist seinem Saisonziel einen Schritt näher gekommen. Dank eines Last-Minute-Erfolgs gegen La Chaux-de-Fonds (3:2) ist die Qualifikation für den Schweizer Cup in Reichweite.

Dem Teamsenior gelang kurz vor Schluss der Lucky Punch: Raphael Kehrli (mitte) lässt sich nach dem 3:2-Siegtor feiern.
Dem Teamsenior gelang kurz vor Schluss der Lucky Punch: Raphael Kehrli (mitte) lässt sich nach dem 3:2-Siegtor feiern.
Andreas Blatter

Breitenrains verletzter Captain Oliver Portmann wartete nach Ende der Promotion-League-Partie mit einem Grinsen im Gesicht am Spielfeldrand auf seinen Kumpel Raphael Kehrli. «Das hast du dir verdient», sagte Portmann und reichte Kehrli einen Becher mit Bier. Kurz zuvor hatte der gebürtige Schwarzenburger Kehrli, der Ex-Profi von YB, Basel und Yverdon, welcher im September seinen 40. Geburtstag feiern wird, bei seinen Teamkollegen für Ekstase gesorgt.

Die letzte Minute brach an im Spiel gegen La Chaux-de-Fonds, als sich Innenverteidiger Kehrli im Laufschritt ein letztes Mal in den Strafraum der Gäste quälte. Breitenrain hatte kurz davor binnen sieben Minuten eine 2:0-Führung infolge einer zu passiven Spielweise verspielt und versuchte mit einem Freistoss den Sieg doch noch zu erzwingen. Also lief Kehrli in Stellung, balgte sich nahe dem Elfmeterpunkt mit einem Mitspieler, beobachtete die Flugkurve des Balls und reagierte ausgebufft, als dieser plötzlich vor ihm lag. Wie zu seinen besten Zeiten als junger Stürmer hämmerte Kehrli den Ball staubtrocken zum 3:2 ins Tor.

Der Last-Minute-Treffer des Teamseniors brachte nicht nur drei Punkte, es gelang dem FCB auch, einen direkten Konkurrenten im Kampf um die direkte Qualifikation für den helvetischen Cup zurückzubinden.

Gute Ausgangslage

«Die Qualifikation für den Cup ist das Ziel», sagte Sportchef Christoph Schöbi. Dafür muss der FCB zu den vier besten Equipen gehören (ohne die U-21-Teams). Nach dem Sieg gegen die Neuenburger ist das Ziel zum Greifen nahe. Drei Runden vor Ende der Saison hat der FCB drei Punkte Vorsprung auf La Chaux-de-Fonds, die anderen Konkurrenten liegen vier oder mehr Einheiten zurück.

Ein Grund für die starke Rückrunde der Berner ist die Ausgeglichenheit des Kaders und die Flexibilität der Akteure. Immer wieder war Coach Gian-Luca Privitelli gezwungen, das Team wegen Sperren oder Verletzungen umzustellen. Auch gegen La Chaux-de-Fonds wartete er personell mit Varianten auf. Er stellte den zentralen Mittelfeldspieler Mirson Volina als Aussenverteidiger auf, im Sturm erhielt Miroslav Konopek eine Bewährungschance.

Prompt bereitete Volina das frühe 1:0 (6.) vor – Konopek vollstreckte. Dass die Partie nach dem 2:0 durch Anto Franjics Penaltytor (56.) nochmals spannend wurde, war aus FCB-Sicht unnötig. Dafür war der Jubel nach Kehrlis Lucky Punch umso ekstatischer. Und das Bier dürfte dem Torschützen noch ein bisschen besser geschmeckt haben.

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