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Der FC Biel und die Chronologie des Schreckens

«Ich hatte beim FC Biel ein 20-Prozent-Pensum als Masseur. Ab Dezember habe ich keinen Lohn mehr erhalten. Als Carlo Häfeli wieder einmal beteuerte, er habe einen Investor gefunden, fragte ihn ein Spieler: ‹Stimmt das wirklich?› Der Prä­sident streckte Daumen, Zeige- und Mittelfinger aus und antwortete: ‹Ich schwöre es.› Ich engagierte einen Anwalt und legte die Arbeit nieder. Trotzdem begleitete ich das Team an zwei Spiele, weil der Physiotherapeut nicht dabei sein konnte – ich tat es für die Spieler. In Schaffhausen hatte ich genug, sagte Zlatko Petricevic, er habe keine Ahnung von Fussball, worauf er mich schlug. Er kannte nicht einmal die Namen seiner Spieler. Obwohl Petricevic trotz Verbot weitercoachte, unternahm der Verband nichts.»
«Der Klub war bereits letzte Saison finanziell angeschlagen. Doch dann kam Carlo Häfeli, er zahlte den Spielern möblierte Wohnungen, liess uns Autos leasen. Plötzlich hatten wir ein 30-Mann-Kader. Ich wechselte mit zwölf Jahren zum FC Biel, der Verein liegt mir am Herzen. Es tut mir weh, wie sich die Sache entwickelt hat. Dann habe ich mir auch noch das Kreuzband gerissen. Der Klub bekam deswegen Versicherungsgeld, meinen Lohn habe ich trotzdem nicht erhalten. Der negative Höhepunkt war schliesslich die Verpflichtung von Zlatko Petricevic, er hat uns Schläge ­angedroht. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass so etwas in Biel passieren kann. Das Schlimmste ist: Alle haben zu­geschaut, wie der Klub den Bach runterging.»
Dieses Bild stammt vom 14. Juni 1975, als der FC Biel im Heimspiel gegen Aarau mit einem 3:0-Sieg letztmals den Aufstieg in die Nationalliga A schaffte.
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