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Der Blitzstart als Reaktion auf die schlechte Presse

Die Zugänge Christian Schneuwly und Mauro Lustrinelli erzielen die Tore zum 2:1-Sieg bei Servette.

Andres Gerber steht im Kabinengang des Stade de Genève und freut sich. «Dieser Startsieg ist ein schönes Signal an die Konkurrenz und an all die Experten im Land, die uns bereits wieder als Absteiger sehen», sagt der Sportchef am Sonntag nach dem 2:1-Erfolg des FC Thun bei Servette. Und auch Trainer Bernard Challandes benötigt bei seiner Analyse ähnliche Worte: «Wir sind ja von vielen Medien auf Rang 10 getippt worden. Heute haben wir gezeigt, dass das vielleicht ein bisschen zu voreilig war.» Challandes hatte in der Thuner Kabine mehrere Presseartikel aufgehängt, in denen es mehr oder weniger darum ging, dass der FC Thun als Abstiegskandidat Nummer 1 gelte. Vor allem in Westschweizer Medien, aber auch im «Blick» lautete die Prognose für Thun: letzter Platz!

Selten vermutlich war eine Motivationsspritze derart rasch so erfolgreich. Nach 72 Sekunden führte Thun 1:0 – Stephan Andrist hatte geflankt und Christian Schneuwly mit einem feinen Volleyschuss abgeschlossen. Und nach 478 Sekunden führte Thun 2:0 – Schneuwly hatte den Eckball scharf getreten und Mauro Lustrinelli in der Mitte richtig spekuliert und mit dem Kopf getroffen. Lustrinelli, das alte Torjägerschlitzohr, stand mal wieder genau dort, wo er in seiner langen Karriere schon so oft gestanden ist: am exakt richtigen Ort.

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