«Das Tor von Streller ist schwer zu akzeptieren»

José Mourinho geht nach der Niederlage gegen den FC Basel mit den Chelsea-Spielern hart ins Gericht und kritisiert deren mentale Verfassung.

«Wir waren zwar defensiv gut organisiert, aber nicht kreativ»: Chelsea-Trainer José Mourinho nach der 1:2-Niederlage.
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Ein kurzer Händedruck – und weg war er. José Mourinho gratulierte Murat Yakin nach dem Schlusspfiff in der schnellstmöglichen Form und verschwand als Erster unter der Haupttribüne der Stamford Bridge. Eine Viertelstunde später tauchte er wieder auf und eröffnete die Pressekonferenz. «Wir waren zwar defensiv gut organisiert, aber nicht kreativ. Wir haben in der ersten Halbzeit nichts unternommen, um ein Tor zu schiessen», so Mourinho.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel gelang Chelsea eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit dank Oscar das 1:0 – völlig unverdient findet Mourinho. «Eigentlich hätten wir mit einem 0:0 in die Pause gehen müssen.» Wesentlich agiler präsentierte sich Chelsea dann nach dem Seitenwechsel und kam wieder durch den wirbligen Oscar zu einem Lattenschuss.

Der Ausgleich entgegen dem Spielverlauf

Zehn Minuten lang drückte Chelsea auf das zweite Tor, Basel schien dem Druck nicht gewachsen. «Das war unser stärkster Moment», sagt Mourinho. «Wir hatten Platz und konnten uns mehrere Chancen erarbeiten. Basel traf dann genau zu dem Zeitpunkt, als wir das 2:0 auf dem Fuss hatten.» Eine geniale Passfolge der FCB-Offensive und der Kunstschuss von Salah führte zum 1:1.

Kaum hatten die Chelsea-Fans den Schock verdaut, lag der Ball schon wieder im Netz. Marco Streller hatte sich geschickt von den Verteidigern gelöst und den Eckball von Delgado per Kopf in die kurze Ecke verlängert. Für Mourinho ein defensives Desaster. «Dieses Tor ist sehr schwer zu akzeptieren.»

Mourinho sieht mentale Schwächen

Der 50-jährige Portugiese macht vor allem Cahill und Eto'o für das 1:2 verantwortlich. «Wir hatten einen Spieler, der Streller bewachen sollte, und zwei in der Zone. Das sind drei Spieler, die einen Fehler gemacht haben», sagt Mourinho und zweifelt am Charakter seiner Schützlinge. «Das Team hat nicht die Reife und Klasse, um schwierige Momente zu überstehen. Schon beim ersten Rückschlag ist es verunsichert.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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