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Das denken die Basler über Steffen

An Renato Steffen scheiden sich die Basler Geister: Seine Verpflichtung löst unter Forum-Usern heftige Diskussionen aus.

Reizfigur auf der Überholspur:?Renato Steffen hat sich beim FC Basel und sogar im Schweizer Nationalteam als Hoffnungsträger etabliert.
Reizfigur auf der Überholspur:?Renato Steffen hat sich beim FC Basel und sogar im Schweizer Nationalteam als Hoffnungsträger etabliert.
Keystone
Der 24-jährige Renato Steffen spielt ab der Rückrunde der Saison 2015/16 beim Konkurrenten Basel. Die verkündeten die Young Boys am Dienstag, 12.1.2016.
Der 24-jährige Renato Steffen spielt ab der Rückrunde der Saison 2015/16 beim Konkurrenten Basel. Die verkündeten die Young Boys am Dienstag, 12.1.2016.
Andreas Blatter
Im Sommer 2011 kam er vom Erstligisten Solothurn zum FC Thun.
Im Sommer 2011 kam er vom Erstligisten Solothurn zum FC Thun.
Patric Spahni
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Bei den Anhängern des FC Basel wird der Neuzugang Renato Steffen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. So war der 24-jährige YB-Flügelspieler dort nicht gerade beliebt – allen voran wegen seiner Provokation gegen Basels Taulant Xhaka nach dem 4:3-Sieg im letzten September. Xhaka liess sich zu einer Tätlichkeit hinreissen und wurde daraufhin für 3 Spiele gesperrt.

Umfrage: Knapp die Hälfte gegen Steffen

Die User des Fan-Forums des FC Basel hatten schon vor der Vollzugsmeldung eine Umfrage gestartet, ob Renato Steffen in Basel willkommen sei. Das Resultat bis Mittwochmittag: Die Mehrheit der über 230 Abstimmenden, nämlich 48 Prozent, steht dem Transfer negativ gegenüber. 28 Prozent begrüssen den Entscheid und 24 Prozent geben sich neutral.

Eindeutig sind die Kommentare im Forum ab dem Zeitpunkt, als der Transfer feststand: «Pfui Teufel. Hätte am liebsten mein iPhone gegen die Wand geschmissen», schreibt einer. Ein anderer fragt sich, wie man «für so jemanden» nur Geld ausgeben könne. «Das Mädchen hat unser Trikot nicht verdient», lautet eine weitere Stimme.

Ein User scheint Steffen besonders auf dem Kieker zu haben: «Herzlich willkommen. Nein. Nur willkommen. Nein auch das nicht. Hach. Was für ein rotblauer Scheisstag. Zum Glück nur ein 4 1/2-Jahres-Vertrag...» Später setzt er noch einen drauf, nennt den Neo-Basler einen Wi**er, hoffe jedoch darauf, dass er (Steffen) weiterhin «reihenweise» Gegner umhaue und gute Leistungen zeige, damit er «bald» wieder weg sei für «viel Kohle».

Leistung gefordert

Es gibt aber auch Basler Fans, die den Wechsel begrüssen: «Guter Transfer für die Offensive» schreibt ein User, und bekommt Zustimmung: «Die negativen Stimmen werden nach seinen ersten Traumtoren schnell verstummen.» Mehrere Fans fordern ihre Leidensgenossen zudem auf, Steffen eine faire Chance zu geben: «Hab dich bisher nicht gemocht, doch wenn du den FCB sportlich weiterbringen kannst und dich loyal und charakterlich gefestigt zeigst, geht das in Ordnung. Das einzige, was mich jetzt schon nervt, ist der Zwist im Fanlager, das Geheule einiger und im Stadion das wohl kommende Auspfeiffen eigener Spieler anzuhören.»

Ins gleiche Horn bläst ein weiterer FCB-Anhänger und scheint dabei vielen Fans aus dem Herzen zu sprechen, wenn er schreibt: «Aus sportlicher Sicht ist der Transfer verständlich. Steffen war ein Aktivposten und Gefahrenherd bei YB.» Menschlich jedoch stelle der «sterbende Schwan» Steffen sogar den Ex-GC-Spieler und Basler Reizfigur Ricardo Cabanas in den Schatten.

Der 24-jährige darf sich in Basel auf einen heissen, wenngleich wenig warmen Empfang freuen. Vorerst ist er im Trainingslager in Spanien zum Team gestossen, ehe er sich den Fans im «Joggeli» stellen muss.

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