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Das alte Lied von der Basler Effizienz

Mit ihren Toren zum 2:0-Erfolg beim FC Thun schossen Valentin Stocker und Marcelo Diaz den FC Basel an die Spitze. Die Thuner konnten die Basler Anlaufschwierigkeiten nicht nutzen.

Das Ende ist standesgemäss: Die Basler freuen sich nach dem 2:0 über den Auswärtssieg, Thun-Goalie Guillaume Faivre ärgert sich über eine vergebene Chance.
Das Ende ist standesgemäss: Die Basler freuen sich nach dem 2:0 über den Auswärtssieg, Thun-Goalie Guillaume Faivre ärgert sich über eine vergebene Chance.
Keystone
Zu Beginn sah die Angelegenheit aber etwas anders aus. Behrang Safari hat stellvertretend für den FCB das Nachsehen gegen den Thuner Christian Schneuwly.
Zu Beginn sah die Angelegenheit aber etwas anders aus. Behrang Safari hat stellvertretend für den FCB das Nachsehen gegen den Thuner Christian Schneuwly.
Keystone
Das bekannte Bild: Basler Freude, Thuner Frust.
Das bekannte Bild: Basler Freude, Thuner Frust.
Keystone
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Ganz Recht hatte Martin Andermatt nicht. Der Teleclub-Experte behauptete nach dem Spiel und Murat Yakins erleichterten Jubel, der Trainer habe mit dem FC Basel zum ersten Mal bei seinem ehemaligen Club FC Thun gewonnen. Ganz Unrecht hatte er aber auch nicht. In der Meisterschaft war es tatsächlich Yakins erster Vollerfolg in der Arena Thun, den bisher einzigen Sieg holte der FCB im Cup. Sicher war es aber die bisher abgeklärteste Leistung der Basler in der Ära Yakin im Berner Oberland. Für einmal blieben sie defensiv makellos und nutzten die eigenen Chancen eiskalt aus.

Türöffner zu diesem sechsten Pflichtspiel-Sieg in Serie des FCB war wieder einmal Valentin Stocker. Bei seinem schönen Freistoss um die Thuner Mauer in der 56. Minute düpierte er Torhüter Guillaume Faivre, der in der anderen Ecke gelauert hatte, und liess der Thuner Moral die Luft heraus. Das Team von Urs Fischer liess bis zu diesem Zeitpunkt nämlich keinen Zweifel daran, dass man auch im elften Liga-Heimspiel hintereinander ungeschlagen bleiben, ja gegen den Meister gar unbedingt gewinnen wollte. Sanogo (8.), Christian Schneuwly (17.) und Sadik (21.) hätten den Europa-League-Teilnehmer für die starke Startphase mit einem Tor belohnen können. Sie taten es aber nicht und erlitten dasselbe Schicksal wie so viele Aussenseiter gegen den FCB, die ihre Chancen nicht nutzten.

Eine Halbzeit ohne Torschuss

Die Gäste, die vor Wochenfrist mit ihrem Sieg gegen Chelsea verblüfften, konnten sich es gar leisten, in der ersten Halbzeit nicht einmal auf Faivres Tor zu schiessen. Der erste Torschuss war jener von Stocker in besagter 56. Minute. Danach hatte die Partie eine andere Physiognomie. Der FCB erlangte seine Souveränität zurück, die er vor der Pause hatte vermissen lassen. Warum das so lange dauerte, weiss Torschütze Stocker: «Wir hatten zu viele Abspielfehler und nicht viele Torchancen. Das 1:0 war deshalb eine grosse Erleichterung.» Mit der Umstellung auf Kunstrasen tat sich Rotblau offensichtlich schwer, wie auch Präsident Bernhard Heusler feststellte: «Wir waren in unseren Angriffen am Ende zu unpräzis.» Statt auf den Mann zu passen, wie das auf dem künstlichen Grün nötig ist, spielte man in den Raum. Dank der Thuner Ineffizienz und Yann Sommers Klasse blieb das ohne Schaden.

In der letzten halben Stunde musste der FCB trotz des knappen Vorsprungs nicht mehr wirklich um die drei Zähler zittern. Zu sehr bauten die Platzherren ab, zu souverän verwalteten die Gäste und kamen nun auch regelmässig zu Torchancen. «Wir haben mittlerweile die Erfahrung, solche Spiele für uns zu entscheiden», erklärt Stocker. Für den endgültigen K.o.-Schlag sorgte Marcelo Diaz, der einen wunderbaren Aussenristpass von Fabian Schär über 40 Meter zum 2:0 veredelte.

Vor Schalke wartet Sion

Damit gewann der FCB nach Münsingen, Chelsea und Sion auch sein viertes Spiel in der Fremde und übernimmt punktgleich mit den Grasshoppers die Tabellenspitze. Bevor sich die Basler aber auf das nächste Champions-League-Highlight gegen Schalke 04 freuen können, müssen sie am Samstag den Platz an der Sonne gegen den FC Sion verteidigen, was nach dessen Sieg im Schicksalsspiel gegen Lausanne nicht einfacher geworden ist. «Nach unserem Sieg in Sion wird das sehr schwierig», sagt Stocker. Nicht aber, wenn sein Team dieselbe Kaltblütigkeit wie in Thun an den Tag legt.

FC Thun – FC Basel 0:2 (0:0)

Arena Thun. – 6‘000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Patrick Graf. – Tore: 56. Stocker 0:1. 90. Diaz 0:2 (Schär).Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Sulmoni, Schirinzi (82. Marco Schneuwly); Hediger; Ferreira (67. Martinez), Sanogo, Zuffi, Christian Schneuwly (76. Wittwer); Sadik.Basel: Sommer; Ajeti (46. Philipp Degen), Schär, Ivanov, Safari; Frei; Salah (85. Sauro), Diaz, Elneny, Stocker; Sio (63. Streller).Bemerkungen: Thun ohne Bättig, Schenkel und Schindelholz (alle verletzt). Basel ohne Xhaka (verletzt), David Degen, Pak und Voser (alle kein Aufgebot). – Verwarnungen: 33. Ferreira (Unsportlichkeit). 34. Safari (Foul).

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