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Chelsea lässt Atlético verzweifeln

Im ersten Halbfinal-Hinspiel der Champions League rennt Atlético Madrid gegen den FC Chelsea vergeblich an. José Mourinhos destruktive Taktik geht auf.

Fassunsglos: Der sonst so treffsichere Diego Costa ärgert sich über Atléticos Ineffizienz.
Fassunsglos: Der sonst so treffsichere Diego Costa ärgert sich über Atléticos Ineffizienz.
Reuters
Abgeblockt: So wie hier Gabis Freistoss endeten Atléticos Bemühungen stets ohne Erfolg.
Abgeblockt: So wie hier Gabis Freistoss endeten Atléticos Bemühungen stets ohne Erfolg.
Reuters
Rot, Blau und Weiss: Die Vereinsfarben von Atlético sind unübersehbar.
Rot, Blau und Weiss: Die Vereinsfarben von Atlético sind unübersehbar.
Reuters
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Die Partie zwischen Atlético Madrid und Chelsea war kämpferisches Rasenschach. Viele Fouls, zahlreiche Nicklichkeiten, kaum Torchancen. Atlético biss sich an Chelseas Abwehrmauer trotz 62 Prozent Ballbesitz die Zähne aus.

Beide Trainer nominierten äusserst defensive Formationen. Sowohl Atléticos Diego Simeone als auch Chelseas José Mourinho, deren Teams die besten Abwehrreihen Europas stellen, setzten vorerst auf Sicherheit und defensive Stabilität. Deshalb musste beim Leader der Primera Division David Villa bis zur 85. Minute auf der Ersatzbank bleiben, und auch Mourinho verzichtete trotz der verletzungsbedingten Absenzen von Stürmerstar Samuel Eto'o und Eden Hazard vorerst auf den Deutschen André Schürrle sowie auf den Senegalesen Demba Ba, die beiden Torschützen beim 2:0 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain.

Chelsea-Keeper Cech und der frühe Schock

Der erste Höhepunkt im Estadio Vicente Calderon war ein Tiefschlag. Nach einem Corner der Spanier durch Koke prallten Torhüter Peter Cech und Raul Garcia zusammen. Cech fiel unglücklich auf Oberarm und Schulter, blieb liegen und gab sofort Zeichen, dass er ausgewechselt werden musste. Der 41-jährige Australier Mark Schwarzer übernahm. Die Blues waren aber keineswegs geschockt, sondern zogen beharrlich ihr defensives Konzept durch, das ihnen ihr schlauer Taktikfuchs Mourinho verordnet hatte. Wohl führte Atletico technisch die feinere Klinge, war häufiger in Ballbesitz, doch vor der Pause brachten aber lediglich ein Kopfball von Raul Garcia und ein Weitschuss von Mario Suarez, der nur knapp am linken Torpfosten vorbeiflitzte, so etwas wie Torgefahr.

Der zweite Schock für die dezimierten Engländer kam eine Viertelstunde vor Schluss. Captain John Terry verletzte sich ohne Kontakt mit dem Gegner und musste den Platz verlassen. Die Dominanz der Madrilenen, die erstmals seit 40 Jahren wieder ins Endspiel vorstossen können, wurde grösser. Schwarzer musste sich nach einem Freistoss von Gabi mächtig strecken, ein Kopfball des eingewechselten Türken Arda Turan und zwei starke Abschlussversuche von Diego Costa (34 Saisontore in 46 Pflichtspielen) verfehlten das Ziel knapp. Die Chelsea-Abwehrmauer hielt dicht.

Atlético Madrid - Chelsea 0:0

Vicente Calderon. - 50'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eriksson (Sd).

Atlético: Courtois; Juanfran, Miranda, Godin, Filipe Luis; Raul Garcia (86. Villa), Gabi, Mario Suarez (80. Sosa), Koke; Diego (60. Turan); Diego Costa.

Chelsea; Cech (18. Schwarzer); Azpilicueta, Cahill, Terry (73. Schürrle), Cole; Mikel, David Luiz, Lampard; Ramires, Willian (94. Demba Ba); Torres.

Bemerkungen: Atletico komplett. Chelsea ohne Ivanovic (gesperrt), Eto'o und Hazard (beide verletzt). 18. Cech nach Zusammenprall mit Raul Garcia mit Oberarm-/Schulterblessur ausgeschieden und in Spitalpflege gebracht. 73. Terry verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 64. Lampard (Foul, im Rückspiel gesperrt). 75. Mikel und Gabi (beide Foul und im Rückspiel gesperrt). 89. Miranda (Foul). 94. Demba Ba (Foul).

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