Zum Hauptinhalt springen

Chance nicht genutzt

In der 2. Liga inter bleibt der FC Muri-Gümligen im Abstiegsstrudel. Die Berner unterlagen Liestal mit 1:2. Allerdings waren sie spielerisch besser als das Spitzenteam aus dem Baselbiet.

Muri-Gümligens Yves Ortelli prüft den Liestaler Torhüter Nils Schulz.
Muri-Gümligens Yves Ortelli prüft den Liestaler Torhüter Nils Schulz.
Andreas Blatter

Die Szene war symptomatisch für die momentane Lage des FC Muri-Gümligen. Der eingewechselte Joel Bürki verfehlte mit einem Kopfball in der 92. Minute das Tor nur um wenige Zenti­meter. Es wäre der Ausgleich zum 2:2 gewesen.

Den Punkt hätten sich die Gastgeber verdient gehabt– eigentlich sogar drei Zähler, wenn man das Spielgeschehen betrachtet. Denn das Heimteam drückte sofort aufs Tempo und erarbeitete sich eine Vielzahl an Chancen. «Wer die Tore nicht macht, kassiert sie», zitierte Sportchef Jürg Bürki am Ende aber eine alte «Fussballweisheit». «Aber wir geben nicht auf.»

Weil das zwölftplatzierte Prishtina in Konolfingen einen Zähler holte (2:2), weist der FCMG auf Rang 13 zwei Runden vor Schluss nur noch einen Punkt Reserve auf die Abstiegsplätze auf. «Wir wussten schon vorher, dass wir bis zum Schluss kämpfen müssen», will Trainer Riccardo Pileggi die Situation nicht dramatisieren.

Der Coach verheimlicht jedoch nicht, dass die 1:2-Niederlage gegen Liestal schmerzt. «Wir verlieren immer wieder mit einem Tor Differenz, das nagt an der Moral.» Pileggi hat deshalb die Mannschaft nach Spielschluss noch einmal versammelt und ihr Mut zugesprochen.

«Die Spieler müssen wissen, dass noch nichts verloren ist.» Doch das Restprogramm hat es in sich: Im nächsten Spiel gastiert Muri-Gümligen beim unmittelbar vor ihm platzierten FC Lerchenfeld, und in der Schlussrunde kommt es zum wohl alles entscheidenden Spiel gegen Prishtina. «Der Druck wächst von Woche zu Woche», weiss Pileggi. «Aber wir haben immer noch alles in den eigenen Füssen. Deshalb bleibe ich zuversichtlich.»

Führung vor der Pause

Treten die Akteure weiter so auf wie gegen Liestal, scheint der Ligaerhalt durchaus realistisch. Schon nach 35 Sekunden beklagte Felix Häsler Pech, als der Ball an der Latte landete. Nach einer halben Stunde war der Ball dann doch im Tor. Einen Freistoss von Xhemajl Likaj vermochte Liestals Goalie Nils Schulz nicht fest­zuhalten.

Yves Ortelli reagierte blitzschnell und brachte das Heimteam in Führung. Das 1:0 war indes ein zu geringer Lohn für die Anstrengungen und die Do­minanz der Platzherren vor der Pause. «Wir haben immer wieder Lücken in der Dreierabwehr der Liestaler gefunden und taktisch hervorragend gespielt», lobte Pileggi. Aber im Abschluss sündigten seine Schützlinge. «Dass wir die Chancen nicht verwerten, zieht sich schon lange hin.»

Die Strafe für die ausge­lassenen Möglichkeiten folgte prompt. Liestals Simon Tillessen traf nach einem Eckball per Kopf (53.). Und sieben Minuten später konnte Felix Häsler den schnellen und gefährlichsten Basler Silas Schneider nur mit einem Foul stoppen. Dimitri Sidler verwertete den Penalty.

Es war der Treffer zum schmeichelhaften Sieg für die Gäste, auch weil Häsler, Daniele Battista und eben Bürki in der Folge beste Chancen nicht nutzten. Für Trainer Pileggi ist deshalb klar, was es zum Liga­erhalt braucht: «Ein bisschen mehr Glück».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch