BVB gibt Favre auch ohne Titel eine Jobgarantie

Borussia Dortmund hat mit Trainer Lucien Favre einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Zu einem Titel reicht es aber wohl doch nicht.

Der BVB-Trainer zeigte sich nach dem Rervierderby gegen Schalke unzufrieden mit dem Penalty-Entscheid des Schiedsrichters. (Video: ARD)

Borussia Dortmund verlor das Revierderby gegen Schalke 2:4, der Rückstand auf Leader Bayern München hätte vier Punkte betragen, wenn der Rekordmeister am Folgetag gegen Nürnberg nicht nur ein 1:1 erreicht hätte. Just nach der Pleite wurde BVB-Trainer Lucien Favre gefragt, ob die Meisterschaft gelaufen sei. «Ja, klar», lautete die Antwort des 61-jährigen Romands. Es wurden Fragen laut: Wie kann er so etwas in diesem Moment sagen? Muss Favre abdanken, wenn er die Meisterschaft verpasst?

In der Chefetage war der Rauswurf keine Option: Dortmund plant langfristig mit ihm. Sportdirektor Michael Zorc sagte im «Kicker: «Wir gehen definitiv mit ihm in die neue Saison – unabhängig davon, ob wir Meister werden oder nicht. Wir sind mit seiner Arbeit extrem zufrieden.» Der bis 2020 laufende Vertrag solle nach dieser Saison sogar verlängert werden. «Wir haben ein sehr grosses Vertrauensverhältnis und werden Gespräche führen», verriet Zorc.

Kommts zu einer Kurzschlussreaktion?

Doch was bedeutet im Fussball schon eine Jobgarantie? Sollte der BVB die restlichen drei Bundesliga-Partien, die Spieler das Vertrauen in den Trainer und die Fans die Lust an Favre verlieren, dann kann es schnell zu einer Kurzschlussreaktion kommen. Mit der Auswärtspartie in Bremen steht am Samstag ein erster Stolperstein im Weg. Die Dortmunder scheiterten bereits im Pokal-Achtelfinal an Werder, wenn auch nur ganz knapp im Penaltyschiessen.

Eine Woche später erfolgt das letzte Heimspiel der Bundesliga-Saison gegen den aufsässigen Aufsteiger Düsseldorf. Das Hinspiel hatte der BVB 1:2 verloren. In der letzten Partie sind die Dortmunder bei Borussia Mönchengladbach zu Gast. Das ist alles andere als ein einfaches Restprogramm.

Bayern bekommt es in den letzten drei Spielen mit Hannover, Leipzig und Frankfurt zu tun. Auch diese Gegner kommen keinem Spaziergang gleich. Somit liegt auch der Meistertitel bei aktuell nur zwei Zählern Rückstand für die Borussia noch drin – auch wenn das der Dortmund-Trainer anders sieht.

hua/sda

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