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Brasilien entzaubert Spanien – die Präsidentin blieb fern

Die Seleção gewinnt zum dritten Mal in Folge den Confed-Cup. Welt- und Europameister Spanien war im Final beim 3:0 chancenlos, das erste Tor fiel bereits nach 93 Sekunden.

Erfüllten die Erwartungen ihres Publikums: Die brasilianischen Confed-Cup-Sieger Fred, Neymar und Paulinho (von links). (30. Juni 2013)
Erfüllten die Erwartungen ihres Publikums: Die brasilianischen Confed-Cup-Sieger Fred, Neymar und Paulinho (von links). (30. Juni 2013)
Keystone
Die brasilianischen Spieler feiern ihren Sieg über Spanien. (30. Juni 2013)
Die brasilianischen Spieler feiern ihren Sieg über Spanien. (30. Juni 2013)
Reuters
Die kolumbianische Sängerin Shakira (rechts) freut sich zusammen mit ihrer brasilianischen Kollegin Ivete Sangalo über den Sieg des Heimteams. (30. Juni 2013)
Die kolumbianische Sängerin Shakira (rechts) freut sich zusammen mit ihrer brasilianischen Kollegin Ivete Sangalo über den Sieg des Heimteams. (30. Juni 2013)
Reuters
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Zwei Treffer von Fred, jeweils zu Beginn beider Halbzeiten, und ein weiterer Geniestreich von Neymar brachten Spanien im ausverkauften Maracanã von Rio de Janeiro in eine unlösbare Situation. Mehr noch: Die Seleção hinterliess im Endspiel einen sehr starken Eindruck. Sie beendete die 29 Spiele währende Ungeschlagenheit Spaniens. Seit dem 0:1 gegen die Schweiz an der WM 2010 in Südafrika hatte Spanien keinen Ernstkampf mehr verloren. Und nun kassierten sie erstmals seit mehr als 28 Jahren (0:3 gegen Wales in der WM-Qualifikation im April 1985) in einem Pflichtspiel wieder eine Niederlage mit drei Toren Differenz.

Überhaupt zog Spanien just im Final einen schwachen Tag ein. Mit dem aussergewöhnlich aufsässigen Pressing der Brasilianer in der ersten Halbzeit kam das Team von Vicente del Bosque kaum klar. Dazu hatte es den Nachteil, bereits nach 93 Sekunden einem Rückstand hinterherrennen zu müssen. Fred reagierte auf dem Boden liegend schneller als alle anderen und traf zum 1:0. Kurz vor der Pause gelang Neymar mit einem wuchtigen Linksschuss unter die Latte der zweite Treffer. Und der Star des Turniers ermöglichte Fluminense-Stürmer Fred kurz nach Wiederanpfiff das 3:0, indem er einen Querpass «blind» durchliess.

Brasilien ist der nächste Gegner der Schweiz

Spanien fiel für einmal in mehrfacher Hinsicht nicht wirklich positiv auf. Mindestens einmal hätte sich der Dominator der letzten Jahre nicht über eine rote Karte nach Notbremse-Foul beklagen dürfen. Erst Piqué sah sie dann in der 68. Minute nach einer Intervention gegen seinen künftigen Clubkollegen Neymar auch wirklich. Dreimal nur kam Spanien zu Chancen (19. Iniesta, 41. Pedro, 86. Villa). Und dazu verschoss Sergio Ramos in der 54. Minute einen Foulpenalty.

Brasilien, das mit guter Defensivarbeit überzeugte und in der mit Künstlern besetzten Offensive wohl auch an der WM 2014 für Spektakel sorgen wird, ist nächster Testspiel-Gegner der Schweiz. Der Rekordweltmeister, der mit dem Sieg am Confederations-Cup die hohen Erwartungen des Heimpublikums ein erstes Mal erfüllt hat, ist am Mittwoch, 14. August, im Basler St.-Jakob-Park zu Gast.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff entschied sich angesichts der Protestbewegung, den Final nicht direkt im Stadion zu verfolgen. Sie gratulierte der Mannschaft nach dem Sieg schriftlich. Auch die Fussballlegende Pelé war nicht vor Ort.

Brasilien - Spanien 3:0 (2:0)

Maracanã, Rio de Janeiro. – 75'000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kuipers (Ho). – Tore: 2. Fred 1:0. 44. Neymar 2:0. 47. Fred 3:0.

Brasilien: Julio César; Dani Alves, Thiago Silva, David Luiz, Marcelo; Luiz Gustavo, Paulinho (87. Hernanes); Hulk (72. Jadson), Oscar, Neymar; Fred (80. Jô).

Spanien: Casillas, Arbeloa (46. Azpilicueta), Piqué, Ramos, Alba; Xavi, Busquets, Iniesta; Pedro, Torres (59. Villa), Mata (52. Navas).

Bemerkungen: 55. Ramos verschiesst Foulpenalty. 68. Rote Karte gegen Piqué (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 15. Arbeloa (Foul). 28. Ramos (Foul).

si/chk

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