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Boxen mit Ball bei Barça

Die Wahl ums Präsidium im erfolgreichsten Fussballverein der Gegenwart, dem FC Barcelona, dreht sich nur beiläufig ums Spiel. Dafür umso mehr um Philosophie und Politik.

Der grosse Herausforderer: Joan Laporta.
Der grosse Herausforderer: Joan Laporta.
Keystone

Es ist, als stehe gerade das Schicksal einer Stadt, ach was!, einer ganzen Region auf dem Spiel. Und natürlich tut es das auch, ein bisschen wenigstens. Man kennt das ähnlich aus der Politik, wenn Wahlen anstehen – dieses Fieber.

Die Zeitungen berichteten in den letzten Wochen seitenlang, notierten jede Boshaftigkeit, jeden Tweet, auch die verwegensten Versprechen. Die Kandidaten traten in Mehrzweckhallen auf, massen sich in Talkshows, winkten Claqueuren zu, die sie fürs Klatschen mobilisiert hatten. Bis zuletzt gab es Umfragen zu den Wahlchancen der Herrschaften, über deren Güte es sich trefflich diskutieren liesse. Politik eben, wie gehabt. Dabei geht es um Fussball. Die Präsidentenwahl beim FC Barcelona, zu der die Vereinsmitglieder an diesem Samstag schreiten werden, ist fast so herkömmlich politisch wie Wahlen für das katalanische Parlament. Manche Katalanen würden sogar sagen, Barça bewege die Bürger mehr. Und das ist kaum übertrieben. Dazu passt das oft angeführte, mit viel Symbolik überfrachtete Motto des Vereins: «Més que un club», mehr als ein Club. Man wird gerne grundsätzlich, wenn es um Barça geht.

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