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«Bomben auf Dynamo»

Beim Auswärtsspiel in Dresden entrollten Fans von Eintracht Frankfurt ein Plakat mit der Aufschrift «Bomben auf Dynamo» – eine geschmacklose Anspielung auf den Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg.

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«Eine Katastrophe» - Das Plakat des Anstosses im Dresdner Glücksgas-Stadion.
«Eine Katastrophe» - Das Plakat des Anstosses im Dresdner Glücksgas-Stadion.
Screenshot Bild.de

Die Partie der 2. Bundesliga gegen Dynamo Dresden am vergangenen Montag hat Eintracht Frankfurt zwar einen 4:1-Sieg und drei Punkte eingebracht, dem Ruf des Klubs aber grossen Schaden zugeführt. Wegen des «Bomben auf Dynamo»-Plakats ermittelt der Deutsche Fussball-Bund gegen den Klub des Schweizers Pirmin Schwegler. «Plakate dieser Art wollen wir in deutschen Stadien nicht sehen», sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker.

Der Frankfurter Vereinsvorstand Klaus Lötzbeier, der für die Fanarbeit zuständig ist, zeigte sich gegenüber der «Bild»-Zeitung geschockt: «Dieses Plakat ist eine Katastrophe. Besonders schlimm ist, dass diese Jungs gar nicht so weit denken, was sie anrichten. Die wissen nicht, wie viele Menschen damals umgekommen sind.» Im Februar 1945 starben bei den Bombenangriffen auf Dresden rund 25'000 Menschen.

Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann forderte ein hartes Vorgehen gegen die Frankfurter Fans: «Das ist unfassbar und kopflos. Eine Verunglimpfung all derer, die die Wirren des Krieges erlebt haben. So etwas muss mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Denn das ist kein Kavaliersdelikt.»

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