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Bickel: «Es lief schon länger schlecht»

Gut zwei Wochen lang hat er geschwiegen. Nun spricht der ehemalige YB-Sportchef Fredy Bickel erstmals seit seiner Absetzung mit den Medien.

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Wird neuer Sportchef bei Rapid Wien: Fredy Bickel zwischen Präsident Michael Krammer (l.) und Geschäftsführer Christoph Peschek.
Wird neuer Sportchef bei Rapid Wien: Fredy Bickel zwischen Präsident Michael Krammer (l.) und Geschäftsführer Christoph Peschek.
Sportchef Freddy Bickel musste am Dienstag seinen YB-Sessel räumen (13.09.2016)
Sportchef Freddy Bickel musste am Dienstag seinen YB-Sessel räumen (13.09.2016)
Keystone
Fredy Bickel war erstmals von 1999 bis 2002 Manager der Berner Young Boys.
Fredy Bickel war erstmals von 1999 bis 2002 Manager der Berner Young Boys.
Keystone
Fredy Bickel und Trainer Marco Schällibaum bewahrten YB vor dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit und führten die Berner 2001 schliesslich sogar wieder ins internationale Geschäft.
Fredy Bickel und Trainer Marco Schällibaum bewahrten YB vor dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit und führten die Berner 2001 schliesslich sogar wieder ins internationale Geschäft.
Keystone
2002 musste Bickel gehen.Rund 600 YB Fans demonstrierten für die zurückgetretenen YB-Kadermitglieder Heinz Fischer (Präsident) und Fredy Bickel, (Geschäftsführer und Sportchef)  (21. Dezember 2002).
2002 musste Bickel gehen.Rund 600 YB Fans demonstrierten für die zurückgetretenen YB-Kadermitglieder Heinz Fischer (Präsident) und Fredy Bickel, (Geschäftsführer und Sportchef) (21. Dezember 2002).
Keystone
Heinz Fischer (links) und Fredy Bickel (Hintergrund) waren von Seiten der Betriebs AG wegen ungetreuer Geschaeftsfuehrung angezeigt worden. Hier erläutern sie mit ihrem Anwalt (Mitte) ihre Sicht der Dinge. Sie mussten trotzdem gehen.
Heinz Fischer (links) und Fredy Bickel (Hintergrund) waren von Seiten der Betriebs AG wegen ungetreuer Geschaeftsfuehrung angezeigt worden. Hier erläutern sie mit ihrem Anwalt (Mitte) ihre Sicht der Dinge. Sie mussten trotzdem gehen.
Keystone
FCZ-Präsident Sven Hotz (r.) holte Fredy Bickel (l.) 2003 als Sportchef zum FCZ, wo die beiden mit Trainer Lucien Favre (M.) zweimal die Meisterschaft und einmal den Cup gewannen.
FCZ-Präsident Sven Hotz (r.) holte Fredy Bickel (l.) 2003 als Sportchef zum FCZ, wo die beiden mit Trainer Lucien Favre (M.) zweimal die Meisterschaft und einmal den Cup gewannen.
Keystone
FCZ-Sportchef Fredy Bickel war von Lucien Favre jedoch schliesslich enttäuscht, weil ihm dieser bis kurz vor Vertragsunterzeichnung 2007 bei Hertha Berlin noch versichert hatte, er würde sicher beim FCZ bleiben.
FCZ-Sportchef Fredy Bickel war von Lucien Favre jedoch schliesslich enttäuscht, weil ihm dieser bis kurz vor Vertragsunterzeichnung 2007 bei Hertha Berlin noch versichert hatte, er würde sicher beim FCZ bleiben.
Keystone
Aber auch mit Trainer Bernard Challandes (M.) konnte der FCZ 2009 die Meisterschaft gewinnen. Der Romand feiert mit Sportchef Fredy Bickel (r.) und Torjäger Eric Hassli.
Aber auch mit Trainer Bernard Challandes (M.) konnte der FCZ 2009 die Meisterschaft gewinnen. Der Romand feiert mit Sportchef Fredy Bickel (r.) und Torjäger Eric Hassli.
Keystone
Das Trio Trainer Urs Fischer, Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel (v. l.) funktionierte lange gut, bis Fischer 2012 gehen musste.
Das Trio Trainer Urs Fischer, Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel (v. l.) funktionierte lange gut, bis Fischer 2012 gehen musste.
Keystone
Danach lebten sich FCZ-Trainer Rolf Fringer (l.) und Fredy Bickel ziemlich schnell auseinander.
Danach lebten sich FCZ-Trainer Rolf Fringer (l.) und Fredy Bickel ziemlich schnell auseinander.
Keystone
Bis Urs Meier (M.) als Trainer den FCZ übernahm. Er unterhält sich mit Sportchef Fredy Bickel und dem Basler Alex Frei.
Bis Urs Meier (M.) als Trainer den FCZ übernahm. Er unterhält sich mit Sportchef Fredy Bickel und dem Basler Alex Frei.
Keystone
Im Januar 2013 kehrt Bickel zu den Young Boys und zurück und übernimmt die Position des Sportchefs.
Im Januar 2013 kehrt Bickel zu den Young Boys und zurück und übernimmt die Position des Sportchefs.
Keystone
Martin Rueda wird im Frühjahr 2013 von Bickel entlassen.
Martin Rueda wird im Frühjahr 2013 von Bickel entlassen.
Keystone
Nach der Entlassung von Martin Rueda übernimmt Bernard Challandes, den Bickel aus Zürcher Zeiten kennt. (April 2013)
Nach der Entlassung von Martin Rueda übernimmt Bernard Challandes, den Bickel aus Zürcher Zeiten kennt. (April 2013)
Keystone
Im Juni 2013 verplichtet Bickel Trainer Uli Forte, den er von den Grasshoppers weglotste.
Im Juni 2013 verplichtet Bickel Trainer Uli Forte, den er von den Grasshoppers weglotste.
Keystone
Berns Trainer Uli Forte, links, und Sportchef Fredy Bickel erscheinen im Fussball Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Basel, am Samstag, 18. Oktober 2014, im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Berns Trainer Uli Forte, links, und Sportchef Fredy Bickel erscheinen im Fussball Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Basel, am Samstag, 18. Oktober 2014, im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
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Fredy Bickel scheint gut gelaunt, als er die Tür zu seiner Wohnung öffnet. «Telebärn» hat den ehemaligen YB-Sportchef in seiner Dachwohnung in der Berner Altstadt besucht, bevor er dort auszieht. Ab Dezember wohnt er wieder in seiner Heimat Mettmenstetten.

Nachdem er seine Dachterrasse und das Schlafzimmer mit Sicht auf das Münster vorgeführt hat, spricht Bickel erstmals über seine Absetzung als Sportchef bei YB am 13. September.

Er habe schon seit längerer Zeit ein schlechtes Gefühl gehabt, sagt Bickel. «Als es im März den Wechsel im Verwaltungsrat gab, habe ich schnell gemerkt, dass es nicht so gut läuft. Ich hatte bald einmal das Gefühl, es könnte zu einer Entlassung kommen. Daraufhin habe ich immer wieder nachgefragt und nie eine Antwort bekommen. Das war am Ende auch die grösste Enttäuschung.»

Zur Zusammenarbeit mit Urs Siegenthaler, der im März in den Verwaltungsrat eingezogen ist, meint Bickel, es sei wohl gegenseitige Antipathie gewesen. Er habe schon vom ersten Tag an gemerkt, dass es nicht auf der gleichen Ebene läuft. Die Monate dazwischen seien «eine ganz, ganz schwierige Zusammenarbeit» gewesen.

«Es war jeden Tag eine Freude»

Zum Vorwurf, er habe bei YB zu viel Geld ausgegeben, meint Bickel: «Klar trägt man in meiner Position Verantwortung.» Eine grosse Rolle hätten die Neuorganisation und wirtschaftliche Faktoren gespielt. Letztes Jahr sei besonders viel zusammengekommen: «YB spielte nicht im Europacup und es konnten keine Spieler verkauft werden. Da muss ich einen grossen Teil der Verantwortung mittragen.»

Das Kapitel YB sei für ihn nicht einfach abzuschliessen. Es sei «wunderbar» gewesen. «Ich verlasse YB und die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, mit einem guten Gefühl. Es war jeden Tag eine Freude.»

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