Berühmte Fussballer und ihre Söhne

Vater und Sohn im Spitzenfussball ist keine seltene Kombination. Einige Profidynastien sind gar in dritter Generation.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Madrider Stadtderby. Atlético gegen Real, Arbeiter- gegen Nobelklub und – zumindest in der Vorstellung der Fans – ehrlicher Haushalt gegen grenzenlose Mittel. Seit Diego ­Simeone bei Atlético und Ziné­dine Zidane bei Real Trainer ist, verkam das Derby in der spanischen Hauptstadt vo­rübergehend auch zu einer Art Generationenduell. Bei Atlético Giovanni (22), Gianluca (21) und Giuliano Simeone (15). Und bei Real Enzo (22), seine Brüder Luca (19), Theo (15) und Elyaz Zidane (12). Vom «derby dinástico» schrieben sie in Spanien, obwohl die Sprösslinge nach und nach über den halben Kontinent verteilt ­waren, um die Karriere voranzutreiben.

Es ist so eine Sache mit dem Nachwuchs berühmter Kicker. Sofern ihnen der ehrgeizige ­Erzeuger überhaupt eine freie Berufswahl gelassen hat, tragen sie mit der Bürde des grossen Namens von Beginn an schwer. Wie viele Söhne berühmter Kicker bereits im Juniorenalter darob die Lust am Fussball verloren oder daran zerbrachen, ist schwierig abzuschätzen.

Kluivert, Dardai, Klinsmann

Aber bestimmt seltener sind die Fälle, in denen der Nachwuchs über den berühmten Vater hinauswächst. Miguel Ángel Alonso dachte sich 1988 wohl, er hänge die Fussballschuhe nach einer in der Familie ziemlich einzigartigen Karriere an den Nagel. Mit Real ­Sociedad und Barcelona war er in den 80er-Jahren insgesamt dreimal Meister, 1982 spielte er für Spanien an der WM im eigenen Land. Doch dann setzte sein zweiter Sohn Xabi an zu einer absoluten Weltkarriere, holte mit Real Madrid fast jeden Titel auf Klubebene und gewann mit Spanien drei grosse Turniere in Folge.

Ähnlich war das beim grossen Paolo Maldini, von dem viele vergessen, dass er der Sohn des nur geringfügig minder berühmten Cesare Maldini ist. Auch Paolo vermochte die Errungenschaften seines Vaters noch zu übertreffen, für kurze Zeit spielte der Sohn in der ­Nationalmannschaft gar unter dem Papa als Trainer.

Auch Maldini junior hat längst Kinder – und zumindest einer scheint sich mit dem doppelt schweren Erbe nicht leichtzutun. Christian ist 21 und irr­lichterte nach Anfängen in der Jugend von Milan von zweit- zu drittklassigen Vereinen – im Moment spielt er bei Fondi in der Serie C.

Hoch im Kurs steht aktuell Justin Kluivert, Sohn des früheren holländischen Topstürmers Patrick, bei Ajax Amsterdam. In der Bundesliga sind es bei Hertha etwa Palko Dardai – sein Vater Pal ist dort Trainer – oder im gleichen Club Jonathan Klinsmann, Sohn eines gewissen Jürgen Klinsmann. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2018, 16:09 Uhr

Artikel zum Thema

Mein Vater, das Genie

Seit Kindesbeinen lastet auf Enzo Zidane ein speziell grosser Druck. Die Ruhe bei Lausanne-Sport kommt ihm ganz gelegen. Mehr...

Zidanes Sohn unterschreibt bei Lausanne-Sport

Jetzt ist es offiziell: Enzo Fernández, der Sohn des Weltfussballers Zinédine Zidane, läuft neu für den FC Lausanne-Sport auf. Mehr...

Paid Post

Vor Erkältungen schützen

Jedes Jahr in der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr, an einem grippalen Infekt oder Erkältung zu erkranken. Ob und wie stark ein Infekt ausbricht, hängt massgeblich von der Fitness unseres Immunsystems ab.

Kommentare

Blogs

Loubegaffer: Die TV-Superfrau

Foodblog Bibimbap gibts auch in Bern

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Royale Brückenbauerin?: Kate besucht die neuen Brücke zwischen dem Hafen von Sunderland und der Stadtmitte. Sie traf Ingenieure, die betroffene Bevölkerung und die beschäftigten Bauarbeiter. (21. Februar 2018)
(Bild: Chris Jackson/Getty Images) Mehr...