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Berner Frust trotz Bertones Premierentor

Wie YB trotz 2:0-Führung in Basel am Ende nicht einmal einen Punkt holt und 2:3 verliert.

«Für mich war das nie und nimmer ein Penalty», erklärt Uli Forte gegenüber der SRF-Sendung Sport aktuell. In der ersten Halbzeit sah es noch gut aus, in der zweiten Hälfte habe man zuwenig gespielt und nur noch verteidigt. Dort will sich YB an der eigenen Nase nehmen.
«Für mich war das nie und nimmer ein Penalty», erklärt Uli Forte gegenüber der SRF-Sendung Sport aktuell. In der ersten Halbzeit sah es noch gut aus, in der zweiten Hälfte habe man zuwenig gespielt und nur noch verteidigt. Dort will sich YB an der eigenen Nase nehmen.
Keystone
Ärger: YB-Verteidiger Scott Sutter nach der 2:3-Niederlage im St.-Jakob-Park gegen den FCB.
Ärger: YB-Verteidiger Scott Sutter nach der 2:3-Niederlage im St.-Jakob-Park gegen den FCB.
Keystone
Enttäuschte Gesichter bei YB nach der Partie.
Enttäuschte Gesichter bei YB nach der Partie.
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11 Minuten vor Spielende führen die Young Boys in Basel am Samstagabend noch 2:1 und sind damit virtueller Leader. Am Ende aber, nach der 2:3-Niederlage, beträgt der Rückstand der Berner auf den FCB fünf Punkte. «Das ist eine sehr bittere Niederlage», sagt Abwehrchef Steve von Bergen. «Wir hatten das Spiel doch lange Zeit völlig im Griff.» Ziemlich verärgert präsentiert sich Youngster Michael Frey, der in der 79.Minute (als YB noch 2:1 führte) ausgewechselt wurde: «Es tut weh, so zu verlieren.

Ich ärgere mich unglaublich fest.» Der 19-Jährige spricht unverstellt wie immer und meint, am liebsten würde er vor Wut durchdrehen, ehe er sich besinnt und den Reportern erklärt: «Nein, nein, nein, das mache ich jetzt nicht. Ich bleibe ruhig, ich bin ruhig.»

Mal wieder Chance verpasst

Beim Verlassen des Raumes, in dem sich Fussballer nach dem Spiel mit Journalisten treffen, schlägt Frey aber heftig gegen eine Wand, er verabschiedet sich mit einem lauten Knall aus Basel. Zurück lassen die Young Boys die Erkenntnis, den FCB erneut gefordert, aber auch zum wiederholten Mal eine wichtige Begegnung verloren zu haben. Diesmal unterlagen sie in einem nicht hochstehenden, aber spannenden Spitzenkampf nach 2:0-Führung mit 2:3. «Wir haben nach einer starken ersten Halbzeit leider aufgehört, nach vorne zu spielen», sagt YB-Trainer Uli Forte. «Das müssen wir viel besser machen, auch wenn die Niederlage am Ende natürlich sehr unglücklich zustande kam.»

Und so spricht nach Spielschluss kaum jemand noch von Leonardo Bertones zum 1:0 für YB in der 29.Minute. Der 19-Jährige ersetzte den gesperrten Moreno Costanzo im zentralen Mittelfeld ordentlich und erwischte Basels Nationaltorhüter Yann Sommer mit einem scharfen Schuss mitten durch die Zwei-Mann-Mauer des FCB. «Dieses Tor bringt mir jetzt auch nichts mehr», sagt Bertone. «Leider haben wir nach der Pause nicht mehr gut gespielt und den Ball nicht mehr in den eigenen Reihen gehalten.» Der junge Mann spricht, als sei er bereits ein Routinier, wenn es darum geht, mit YB in Basel ein Gipfeltreffen zu verlieren. Einmal sagt Bertone: «Wir haben eine grosse Chance verpasst.» Das hat man von Spielern der Young Boys irgendwie schon oft gehört.

Die späte Wende

Dabei sah es nach dem präzisen Flachschuss von Alexander Gerndt zum 2:0 nur 4 Minuten nach Bertones Treffer so aus, als ob YB an diesem Abend mit wenig Aufwand und bemerkenswerter Effizienz im Stil des FC Basel zu einem wertvollen Triumph kommen könnte. Was folgte, war die grosse Wende. Eingeleitet noch vor der Pause durch Stürmer Marco Streller, der das 1:2 erzielte. Abgeschlossen in der dramatischen Endphase, als die zuvor ziemlich planlosen und harmlosen Basler zuerst durch einen wunderschönen Schuss des eingewechselten Marcelo Diaz in den Torwinkel den Ausgleich erzwangen (80.Minute) – und danach dank eines umstrittenen Foulelfmeters, den Fabian Frei verwandelte, sogar noch siegten. YB dagegen stand in Basel mal wieder mit leeren Händen da.

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