Bayern bodigen Bürkis BVB

Das Spitzenspiel der deutschen Bundesliga war eine ziemlich einseitige Angelegenheit: Schon zur Pause führte der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund mit 5:0, 6:0 hiess es am Ende.

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Für die Schweizer Nationalspieler Roman Bürki und Manuel Akanji war es ein Abend zum Vergessen: Das angedachte Spitzenduell zwischen dem souveränen Tabellenführer Bayern München und dem Drittplatzierten Borussia Dortmund endete mit einem klaren 6:0-Sieg für die Gastgeber. Schon in der 5. Minute schoss Robert Lewandowski, der polnische Torjäger vom Dienst, die Münchner in Führung.

Nur Minuten später erhöhte Franck Ribéry auf 2:0 – der Treffer wurde jedoch nach Konsultation der Videoassistenten wegen Abseits annulliert. Doch auch das hat die unorganisiert aufspielenden Dortmunder nicht wecken können: James Rodriguez in der 14. und Thomas Müller in der 23. Minute brachten Bayern drei Längen in Front.

Kommentator: «Bürki der ärmste Hund»

BVB-Hüter Roman Bürki wurde von seinen Vorderleuten arg im Stich gelassen, so dass wiederum Lewandowski und Ribéry – dieses Mal zählte sein Tor – das Skore noch vor der Pause auf 5:0 schrauben konnten. Die Partie war zur Halbzeit also längst entschieden. Zu keinem Zeitpunkt erweckten die Gäste den Eindruck, sich noch gegen die Niederlage stemmen zu können.

Nach dem Seitenwechsel nahm der Tabellenführer sichtlich Tempo aus der Partie. Bis auf einen Pfostenschuss durch Mario Götze konnte Dortmund aber trotzdem keine grossen Torchancen mehr herausspielen. Im Gegenteil: Nach einem Doppelpass und einem Absatztrick von Müller konnte Joshua Kimmich drei Minuten vor Schluss Lewandowski bedienen. Und der Pole setzte mit seinem dritten Tor an dem Abend und dem 26. Saisontreffer insgesamt den Schlusspunkt.

Bayerns Meisterfeier vertagt

Die definitive Entscheidung in der Meisterschaft war der Kantersieg trotzdem noch nicht: Weil auch Schalke gewonnen hat – 2:0 gegen Freiburg –, beträgt Bayerns Vorsprung nach wie vor 17 Punkte. Deren 18 sind an den verbleibenden sechs Spieltagen noch zu vergeben. Nächstes Wochenende in Augsburg haben es die Münchner dann selbst in der Hand, sich den 28. Meistertitel in der Vereinsgeschichte zu sichern.

Für den deutschen Rekordmeister hat es in jüngster Zeit fast schon Tradition, die «Schale», wie der Meisterpokal genannt wird, in der Fremde übergeben zu erhalten: Seit der Eröffnung der Allianz-Arena im Sommer 2005 wurden die Bayern zwar schon achtmal deutscher Meister, jedoch noch nie im eigenen Stadion.

mb

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