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Bayer und Zenit mit Rückschlägen

Leverkusen hat sich im Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League in eine heikle Lage manövriert. Der Bundesliga-Zweite unterlag Villarreal vor eigenem Publikum 2:3.

Eine unerwartete Heimniederlage: Stefan Kiessling und seine Teamkollegen stehen vor einem sehr schwierigen Rückspiel in Spanien.
Eine unerwartete Heimniederlage: Stefan Kiessling und seine Teamkollegen stehen vor einem sehr schwierigen Rückspiel in Spanien.
Keystone

Die erste Europa-League-Niederlage bezog Liverpool beim 0:1 in Braga. Porto verlängerte derweil seine Serie. Ausser Spartak (1:0 dank Captain Alex in Amsterdam) brillierte im ersten Durchgang der Achtelfinals keine andere russische Equipe. Zenit, der Uefa-Cup-Sieger von 2008, tauchte in Enschede (0:3) ab. ZSKA unterlag im «Luschniki» dem früheren Champions-League-Gewinner Porto 0:1. Diskussionen auslösen wird in Manchester die 0:2-Pleite der City in Kiew.

Debatten in Leverkusen

Tagelang wurde inner- und ausserhalb der BayArena über die Zukunft von Jupp Heynckes debattiert. Für den Coach mit Bayern-Affinität soll zwar eine erneute Rückkehr an die Säbener Strasse nicht infrage kommen, eine Bedenkzeit hat er sich gleichwohl erbeten. Nicht der Europacup stand im Fokus, sondern die Zukunft des 65-Jährigen.

So in etwa trat das Team gegen Villarreal, hinter "Barça", Real und Valencia aktuell die Nummer 4 der Primera Division, dann auch auf: manchmal stürmisch, unkonzentriert und gemessen an der Qualität schlicht enttäuschend. Nilmars Kontertor zum 2:3 in der 94. Minute passte zum bitteren Abend der knapp 20'000 Bayer-Anhänger.

Derdiyok musste Platz räumen

Als der Schweizer Derdiyok trotz einer respektablen Leistung seinen Platz Kiessling überlassen musste (46.), lag Bayer noch auf Kurs. Das Tor Rossis zum 1:1 wirkte angesichts der Dominanz der Deutschen wie ein vernachlässigbares Problem. Der Eindruck trügte. Nilmar verschaffte den Spaniern nach einer rasanten Drehung um die eigene Achse sogar den ersten Vorteil.

Die Korrektur des 1:2 gelang Leverkusen im Gegenzug. Castro, ein Mittelfeldspieler mit dem teaminternen Übernamen "Fidel", den auch Jogi Löw im Blickfeld hat, traf nach wunderbarer Einzelleistung zum Ausgleich (72.). Das Remis genügte dem Gastgeber offenbar nicht; anders ist der fast dilettantische Sturmlauf ins europäische Abseits nicht zu erklären.

Liverpools erster Fehltritt

Einen einigermassen verkraftbaren Rückschlag hat Liverpool zu verkraften. Die Reds bezogen im Norden Portugals gegen das aufstrebende Braga eine 0:1-Niederlage. Zuvor hatte der englische Traditionsklub 13 Europa-Partien in Serie ungeschlagen überstanden. Im Vergleich zum 3:1-Coup gegen ManU ersetzte Coach Kenny Dalglish vier Akteure - unter ihnen der Skipper Steven Gerrard. Das Tor des Abends markierte Alan (18.) vom Elfmeterpunkt aus.

Eine verblüffende Serie verlängerte Porto in Russland. Der Leader der portugiesischen Liga ist nach dem 1:0 gegen den ZSKA auswärts in dieser EC-Saison nach wie vor verlustpunktlos. Guarin überraschte den Moskauer Keeper Akinfejew mit einem Fernschuss. Zuvor war der frühere YB-Stürmer Seydou Doumbia zweimal in günstiger Abschlussposition abgedrängt worden.

Schewtschenkos Signal

Er stürmte schon an fast allen noblen Adressen in Europa: Andrej Schewtschenko, 34, im Herbst seiner Karriere wieder bei Dynamo Kiew angekommen. Der populärste und beste Stürmer der Ukraine markierte das kursweisende 1:0 gegen Manchester City. Das nicht allzu unterhaltsame Duell zweier "steinreicher" Organisationen entschied Oleg Gussew. Bei der City enttäuschte der Top-Sturm um den letztjährigen Bundesliga-Topskorer Edin Dzeko. Gegen 200 Millionen Euro hatte der englische Klub ins Team investiert - nun zeichnet sich auf der internationalen Bühne das frühzeitige Out ab.

Twente stoppte bereits Rubin Kasan. Nun droht auch Zenit das Out gegen die bemerkenswerten Holländer. Das spektakuläre 3:0 gegen den desolaten russischen Champion, der zuletzt YB eliminieert hatte, verdiente sich das Team des früheren belgischen Torhüters Michel Preud'homme vollauf. Luuk de Jong (20), kürzlich Debütant beim WM-Finalisten, war am holländischen Gala-Abend mit einer wunderbaren Kopfballtor-Doublette (25./92.) hauptbeteiligt.

si/fal

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