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Basler Wunder in Transsilvanien bleibt aus

Am Donnerstagabend wird an der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase kein Schweizer Team gezogen. Der FC Basel verliert auch das zweite Duell mit dem rumänischen Meister CFR Cluj.

Fataler Fehlschuss: Alex Frei setzt das Leder vom Penaltypunkt aus über die Latte.
Fataler Fehlschuss: Alex Frei setzt das Leder vom Penaltypunkt aus über die Latte.
Keystone

Nach dem 1:2 von letzter Woche im St. Jakob-Park bezogen die Basler in Cluj eine 0:1-Niederlage. Die Pleite hätte für den Schweizer Vorzeige-Verein noch höher ausfallen können. Abgesehen von einem Foulpenalty, den Marco Streller in der 42. Minute clever herausgeholt hatte, den jedoch Alex Frei verschoss, hatte die Equipe von Heiko Vogel wenig zu bieten. Nach zwei Champions-League-Abenteuern in Folge bleibt der FC Basel in dieser Saison der Königsklasse fern. Die Rot-Blauen müssen sich mit der Europa League (Auftakt am 20. September) begnügen. Wehmütig dürfte man sich an die nicht lange zurückliegenden Fights mit Manchester United und Bayern München erinnern. Die Gegner für die Europa-League-Gruppenphase werden ihnen am Freitag zugeteilt.

Durch die Absenz in der Champions League muss der FCB in der Netto-Rechnung mit zehn bis zwölf Millionen Franken weniger budgetieren. Alarmierend ist dies nicht. Präsident Bernhard Heusler hatte schon vor dem Rückspiel Entwarnung gegeben: «Aus finanzieller Sicht sind wir nicht um jeden Preis darauf angewiesen, dass wir an der Champions League teilnehmen können. Da gibt es nicht einen grossen Druck. Wir könnten dies auffangen.»

Hoffnung vor dem Spiel dank Streller

In den Stunden vor dem Kick-off im Constantin-Radulescu-Stadion hatten die Basler noch positive Nachrichten verbreiten können. Nachdem Captain Streller … der FCB-Torschütze aus dem Hinspiel litt unter Oberschenkel-Problemen – und der Sechser Cabral angeschlagen nach Transsilvanien gereist waren, meldeten sie sich am Match-Tag fit. Beide konnten wie geplant für die Startaufstellung nominiert werden. Somit durfte Trainer Heiko Vogel auf seinen Traum-Sturm Streller/Alex Frei zurückgreifen. In Abwesenheit von Mohamed Salah (verletzt) und Valentin Stocker (gesperrt) durften David Degen und Fabian Frei zu Beginn die beiden Flügel besetzen. In der Innenverteidigung verdrängte Gaston Sauro nach überstandener Weisheitszahn-Operation den tschechischen Ex-Internationalen Radoslav Kovac.

Obwohl die Personal-Situation weniger schlimm als befürchtet war, fanden die Basler während des gestrigen Auftritts in Cluj-Napoca nie in den gewünschten Rhythmus. Es war nicht zwingend erkennbar, welche Mannschaft mindestens zwei Treffer erzielen muss, um noch eine Option auf das Ticket für die Champions League zu besitzen. Die Rumänen lagen zur Pause völlig verdient mit 1:0 im Vorsprung. Mit ihrer dritten guten Tormöglichkeit waren sie in Führung gegangen. Auf ihrem linken Flügel hatte der Portugiese Diogo Valente genug Zeit, um eine Flanke ins Zentrum des Basler Strafraums zu schlagen, und dort stieg der gross gewachsene Mittelstürmer Pantelis Kapetanos höher als Aleksandar Dragovic. Gegen den wuchtig und aus kurzer Distanz abgegebenen Kopfball des Griechen, der 2010 im WM-Kader seines Heimatlands figuriert hatte, war der tadellose Goalie Yann Sommer absolut machtlos. Die Szene hatte Symbolcharakter. Cluj wirkte entschlossener, bissiger, agiler und frischer.

Ballbesitz bringt keine Tore

Basel erarbeitete sich zwar rasch ein klares Plus punkto Ballbesitz (67:33 Prozent in der ersten Hälfte), doch diese Statistik war nur teilweise aussagekräftig. Vieles bei den Schweizern war brotloses Ballgeschiebe, geprägt von Ratlosigkeit. Sie monopolisierten das Leder, um gleichzeitig harmlos zu bleiben. Das hochkarätige Sturm-Duo erhielt kaum brauchbare Pässe. Oft wurde in der Vorwärtsbewegung das Risiko gescheut. So konnte sich Cluj jeweils rechtzeitig sortieren und die Abwehr-Aufgaben vorbereitet ausüben. Basel benötigte vor der Pause ein Geschenk, um überhaupt zu einem einzigen gefährlichen Abschluss zu gelangen. Amateuerhaft, wie Cluj-Keeper Mario Felgueiras den Penalty beim Rencontre mit Streller verschuldete. Doch ähnlich fahrlässig schlugen die Gäste die Offerte aus. Alex Frei setzte den Ball um rund einen Meter über die Latte – und sank aus Enttäuschung auf den Boden. Der Zeitpunkt für ein Tor wäre ideal gewesen. Die Spannung wäre zurück gewesen. So rannten die Basler bis zum Schluss vergeblich an.

CFR Cluj - FC Basel 1:0 (1:0)

Dr. Constantin Radulescu. – 16'000 Zuschauer. – SR Rocchi (It). – Tor: 20. Kapetanos (Diogo Valente) 1:0.CFR Cluj: Mario Felgueiras; Ivo Pinto, Rada, Cadu, Camora; Diogo Valente (72. Nicoara), Muresan; Sougou, Rafael Bastos, Sare (51. Godemeche); Kapetanos (82. Rui Pedro).FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park (85. Schär); Fabian Frei, Diaz (69. Andrist), Cabral, David Degen (46. Zoua); Alex Frei, Streller. Bemerkungen: Basel ohne Stocker (gesperrt), Salah und Yapi (beide verletzt). 43. Alex Frei verschiesst Foulpenalty. - Verwarnungen: 36. Diaz (Foul). 42. Mario Felgueiras (Foul). 45. Diogo Valente (angebliche Schwalbe). 75. Cabral (Foul). 79. Andrist (Unsportlichkeit). 90. Steinhöfer (Foul).

si/ker

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